Jeder Anrufer gewinnt einen Trainerjob: Liveübertragung und Trainerdiskussion

Noch ein paar Stunden bis zur ersten Liveübertragung eines Fortunaspiels seit langer Zeit. Ich glaube, ich habe damals nur eins der Montagsspiele mitbekommen, die gegen den FC bestritten wurden. Bei den anderen drei war ich selber im Stadion. Insofern kann ich mich gar nicht mehr an eine Übertragung meines Vereins in der Glotze erinnern. Aber in der Not frisst der Teufel auch Fliegen und da lasse ich dann auch die schrecklichen Gutschein-Verlosungen der DSF-Übertragungen über mich ergehen. Beginn der Übertragung ist wohl 18.00 Uhr.Als Kommentator ist Jörg Dahlmann angesetzt, wenn ich den Angaben auf der DSF-Homepage glauben darf. Ich will ja nicht meckern, aber ein Genuß wird das sicher nicht. Na gut, was wären auch die Alternativen gewesen, man kann ja schon froh sein, daß das Spiel überhaupt gezeigt wird. Dennoch hat es das DSF in den letzten Jahren geschafft mich kontinuierlich von seinen Liveübertragungen zu vergraulen. Die marktschreierische Darbietung der Gewinnspiele geht mir ehrlich gesagt ziemlich auf den Zeiger und ich habe mich doch diebisch gefreut, als bei einem Montagsspiel in St. Pauli die ganze Pauli-Kurve mit Anti-DSF-Bannern zugekleistert war. Lustiger Anblick.

Derweil bohrt die Lokalpresse in offenen Wunden. Als ich im Saisonendspurt vor ein paar Monaten durch einen Freund erfuhr, daß der Verein darüber nachdenkt den Vertrag mit Trainer Matthias Mink nicht zu verlängern, verstand ich die Welt nicht mehr. Die Mannschaft offensichtlich auch nicht, denn nach dem vorletzten Saison- und gleichzeitig letzten Heimspiel zeigte man Flagge und präsentierte sich den Anwesenden mit einheitlichen Shirts, auf denen ein Bekenntnis zum aktuellen Trainerteam zu lesen war. Sicher, der Vertrag mit dem ehemaligen Spieler Herrmann-Josef Werres mag zu einer Zeit abgeschlossen worden sein, als der Aufstieg in weiter Ferne lag, aber wieso verhandele ich überhaupt mit einem neuen Trainer, wenn der alte seit Saisonbeginn hervorragende Arbeit leistet und nun ein kleines Tal durchschreitet. Wie gesagt, das waren Debatten, die in der Schlussphase der Saison stattfanden, als die Mannschaft sich gerade aufmachte alles in Grund und Boden zu spielen. Ich weiß nicht, schlechter Zeitpunkt, würde ich sagen.

Jetzt steht man da, hat zwei Trainer an der Hand und kann sich wirklich glücklich schätzen, daß Herr Werres sich sehr zurückhaltend und besonnen verhält. Mal sehen, wie der Verein aus der Nummer wieder rauskommt.

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