Herr Ober, ein Bier für den Trainer: 3. Spieltag gegen den VfB Hüls

So, daß ist mal ein völlig unbeschriebenes Blatt für mich. Hüls, da klingelt bei mir rein gar nichts. Außer vielleicht der Verbindung Marl-Hüls, aber sonst auch nichts. Von einem Fußballverein aus der Stadt (bzw dem Stadtteil, wie mich Wikipedia aufklärt) habe ich bis jetzt noch nie etwas gehört. Die ersten beiden Spiele gingen für den Verein denkbar knapp mit jeweils 0:1 (gegen Westfalia Herne und Germania Dattenfeld) verloren und haben für die Begegnung mit der Fortuna am kommenden Sonntag (15 Uhr) im Südstadion sicher keine Aussagekraft.

Der VfB Hüls hat ein Jahr in der Verbandsliga Westfalen hinter sich und ist ebenso wie die Fortuna ein Aufsteiger in die neue NRW-Liga. Davor gehörte man aber regelmäßig zur Oberliga Westfalen, ein Grund mehr den kommenden Gegner nicht zu unterschätzen. Das bekannteste Gesicht befindet sich in Hüls anscheinend immer auf der Trainerbank. Nachfolger des nach Burghausen gewechselten Ingo Anderbrügge, einer der Eurofighter, die 1997 mit Schalke 04 den Uefa-Cup gewannen, ist seit Februar 2007 Klaus Täuber, noch so eine königsblaue Legende, von dem der herrliche Satz überliefert ist

„Heute knall ich mir die Birne voll, bis mir das Bier zu den Ohren rausläuft!“

Da kann man nur sagen „Prost, Klaus!“. Ein weiteres prominentes Mitglied des Vereins war Ex-Nationaltorhüter Norbert Nigbur, der 1983 eine Saison für Hüls bestritt. Der Draht zu Schalke scheint also ganz gut zu funktionieren. Vielleicht haben die ja noch ein paar andere Spieler aus der Jugend von Gelsenkirchen loseisen können, wer weiß.

Wenn der VfB Hüls nur annähernd so spielt wie Täuber zu seinen Glanzzeiten, dann steht uns eine eher rustikale Begegnung ins Haus. Genügend Möglichkeiten zum körperbetonten Training hätten sie ja mit ihren Vereinsabteilungen für Boxen und Gewichtheben.
Für die Fortuna wird es darum gehen an die positiven Aspekte der ersten beiden Spiele anzuknüpfen und darauf aufzubauen, daß man beide Male in Führung gegangen ist. Nur sollte man, wenn dies wieder gelingt, den Vorsprung auch über die Zeit retten und sich nicht wieder Gegentore einfangen. Sehr gespannt bin ich auf den Auftritt von David Podlas. Die Vorbereitung zum 2:0 im letzten Spiel gegen Aachen war zum Zunge schnalzen und ließ den eher durchwachsenen Auftritt, um’s mal höflich zu formulieren, im ersten Spiel gegen Düsseldorf mit einem Schlag vergessen.

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