Those were the days: 8. Spieltag gegen Wattenscheid 09

Auf dieses Spiel freut sich dei Fangemeinde in dieser Saison sicherlich am meisten, bietet es doch herrliche Möglichkeiten an erfolgreiche und längst vergangene Zeiten zurückzudenken. Frag einen Fortuna-Anhänger, was ihm zum Thema Wattenscheid einfällt und er wird dir mit zwei Zahlen antworten: 5:6. Dieses schon 19 Jahre zurückliegende Zweitligaspiel bildet jedenfalls für mich den Fixpunkt, um den sich meine Unterstützung für die Südstädter dreht.

Damals spielte die Fortuna wieder einmal um den Aufstieg mit, gerade einmal zwei Spielzeiten nach dem knapp verpaßten Aufstieg während der Relegationsspiele gegen Borussia Dortmund, der vielen Leuten das Herz zerbrochen hatte. Es ist viel passiert in der Zwischenzeit und so tröstlich es auch sein mag alte Bekannte aus Zweitligazeiten ein paar Etagen tiefer wiederzutreffen, so schmerzheft ist doch die Erinnerung an das, was früher einmal war.

Zurück zum hier und jetzt und da stehen die Wattenscheider wesentlich besser da. Die SG grüßt vom ersten Platz, ist noch unbesiegt und hält bis jetzt alle Verfolger auf Distanz. Ebenso wie die Fortuna ist man Verbandsligaaufsteiger, nachdem man in den vorangegangenen Spielzeiten zweimal nach unten durchgereicht wurde. Die Zeiten eines Klaus Steilmann sind lange vorbei, eine weitere Parallele zur Fortuna. Überhaupt scheinen die Vereine sich einiges voneinander abgeschaut zu haben. Mit dem einzigen Unterschied, daß es die Wattenscheider es für längere Zeit geschafft haben sich in der Bundesliga zu behaupten. Seit dem Rückzug des großen Geldgebers ging es allerdings auch für sie stetig abwärts.

und Namen wie Souleyman Sané, Mucki Banach, Thorsten Fink oder Hans-Günther Bruns sucht man heute natürlich vergebens. Die letzten großen Namen aus dem Bochumer Süden waren, wenn mich nicht alles täuscht, die Altintop Zwillinge. Wie bei den meisten Mannschaften in der NRW-Liga findet sich der bekannteste Mensch auf der Trainerbank. Dirk Helmig hat früher für Rot-Weiss Essen und den VfL Bochum gespielt und ist seit Januar 2007 im Amt. Aus dem Kader sagt mir wirklich kein Name was. Außer vielleicht Maximilian Schreier, aber das auch nur, weil ich den mit dem früheren Leverkusener in Verbindung bringe. Vielleicht ist das sein Vater, wer weiß das schon. Oh, einen Daum (Martin mit Vornamen) haben sie auch, seh ich gerade. Aber, wie gesagt, das war’s auch schon und lustige Assoziationsspielchen sollen hier auch nicht zelebriert werden.

Für die Fortuna muß es ganz klar darum gehen einen Punkt mitzunehmen und das wird sicher schon schwer genug. Die Leistung gegen Hamm war unterirdisch und mit so was wird man in der Lohrheide keinen Blumentopf gewinnen können. Zu allem Überfluß hat sich der Kapitän durch seine rote Karte selber aus dem Kader genommen, so daß die Mannschaft nach den Ausfällen von Stasiulewski, Foukis und Kruth (der aber hoffentlich wieder wie schon am vergangenen Sonntag ins Geschehen eingreifen kann, wenn auch vielleicht nur von der Bank) nicht den allerstärksten Eindruck macht. Außerdem ist der Einsatz von Frank Schroden gefährdet, der die Woche über mit Fieber pausieren mußte. Ich sehe ehrlich gesagt ein wenig schwarz und hoffe, daß es keine Klatsche gibt, die dem Team für ein paar Spiele zu schaffen macht. Wenn man allerdings gegen den aktuellen Tabellenführer gut mitspielt und vielleicht ein knappes 0:1 erkämpft, dann kann man damit sicher auch zufrieden sein. Dennoch, ein Punkt muß das Ziel sein, abschenken gilt nicht.

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