Ein echter Traditionsverein: 15. Spieltag gegen Schwarz-Weiß Essen

Denk ich an Essen kommt mir zunächst mal der Verein in in den Sinn, der seine Heimspiele an der Hafenstraße austrägt. Schwarz-Weiß Essen hatte ich immer eher selten auf dem Schirm, aber ich meine mich zu erinnern, daß dort solche Spieler wie Jens Lehmann oder Oliver Bierhoff Fußball spielen gelernt haben. Und kamen die Cichon-Brüder nicht auch aus dem Club? Was mir allerdings völlig neu war ist die Tatsache, daß Schwarz-Weiß schon einmal Pokalsieger war.

Gut, 1959 ist natürlich auch weit vor meiner Zeit, insofern ist das vielleicht zu entschuldigen. Aber ein klein wenig erstaunt hat es mich schon, zieht man in Betracht, daß in den 1950ern auch die Meisterschaft des Lokalrivalen von Rot-Weiß gefeiert wurde. Essen schien damals wohl so etwas wie das Zentrum des deutschen Fußballs zu sein. Dennoch ist der Verein, der bundesweit mehr mit Essen verbunden wird sicher nicht Schwarz-Weiß. Was vielleicht auch an dem vielzitierten „Wunder von Bern“ und der Rolle von Helmut Rahn in selbigem liegt. Eine Saison in der Bundesliga blieb der Mannschaft, die ihre Heimspiele in einem Stadion mit dem wohlklingenden Namen „Uhlenkrug“ austrägt, immer verwehrt. 1967 verpasste man nur knapp den Aufstieg. Ein Punkt fehlte gegenüber Borussia Neunkirchen, die man 1959 im Pokalfinale in Kassel noch hinter sich gelassen hatte.

Zu unterschätzen ist die Mannschaft sicher nicht. Schwarz-Weiß war zwischen 1974 und 1978 in der 2. Bundesliga, spielt seit 30 Jahren konstant Oberliga und klopfte zwischenzeitlich 1994 an die Tür der neugeschaffenen Regionalliga West/Südwest. In dieser Saison steht man auch nicht schlecht da und auch wenn die letzten Spiele eher durchwachsen waren, so rangiert der Verein sicher nicht zu Unrecht auf dem fünften Tabellenplatz. Die Fortuna dürfte also nicht davon ausgehen den momentanen Sinkflug einfach so stoppen zu können. Bei den Ausfällen dürfte das schon schwer genug werden. Marco Stasiulewski fällt eh aus, Daniel Blankenheim ist auch verletzt und Cedric Mimbala ist nach seiner roten Karte für vier Wochen gesperrt worden. Trainer Matthias Mink äußert sich bei deinfussballclub.de wie folgt, nachdem er die Essener bei ihrem Auftritt gegen Dattenfeld (ein 2:0 Sieg) beobachtet hatte:

„Wir haben die Mannschaft mehrmals beobachtet. Die Essener verfügen über eine wirklich erfahrene und stabile Mannschaft, die insbesondere bei Standardsituationen immer gefährlich ist. Die beiden auffälligsten Spieler sind Elvir Saracevic und eben Abdou-Nassirou Ouro-Akpo, auf die das Spiel auch zugeschnitten ist. Wir müssen uns auf unsere fußballerischen Qualitäten besinnen – nur dann haben wir die Chance, den nächsten Heimsieg einzufahren.“

Das sind natürlich herrliche Allgemeinplätze, aber da ist sicher etwas dran. Die Frage bleibt nur, wie gut der Ausfall von Blankenheim kompensiert werden kann, um die fußballerischen Qualitäten auch wirklich zeigen zu können.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s