NRW-Liga Spieltag 35: Fortuna Köln – Rot-Weiß Essen II 1:1

01Soll ich erstmal nach den positiven Dingen suchen? Daß es dieses Mal glücklicherweise keine erneute Niederlage gesetzt hat, auch wenn die durchaus im Bereich des Möglichen und höchst verdient gewesen wäre? Würde nur leider nicht wirklich viel Sinn machen. A propos Sinn: die Sinnfrage habe ich mir am vergangenen Sonntag nachmittag desöfteren während des Spiels gestellt. Warum tue ich mir so was eigentlich immer wieder an?

02Nicht, daß ich wahre Wunderdinge erwartet hätte. Wie ja schon gesagt, ich bin mit dem, was nach der Saison herauskommen wird, durchaus zufrieden. Immer unter der Prämisse, daß Fortuna ein Aufsteiger ist und sich erstmal in der neuen Liga zurechtfinden muß, um sich zu etablieren. Allerdings finde ich schon, daß man auch von einem Aufsteiger eine etwas beschwingtere und engagiertere Vorstellung erwarten darf, als dieses blutleere und emotionslose Gekicke, was sich über einen Großteil der Spielzeit am Sonntag den Zuschauern bot.

03Nicht ganz unschuldig an dem ein wenig … nun ja … kopflosen Vortrag war der Herr vom Schiedsrichteramt, der es tatsächlich schafft in Gemeinschaftsarbeit mit seinen Kollegen an den Seitenlinien in der ersten Viertelstunde mindestens fünf krasse Fehlentscheidungen unterzubringen. Nichts weltbewegendes, aber wenn Foulspiele konsequent andersrum gepfiffen werden oder der Fahnenmann immer schön winkt, obwohl es selbst für Laien zu erkennen ist, daß kein Abseits vorliegt … ja, daß kann schon frustrieren.

04Soll aber nicht als Ausrede herhalten. Fortuna war in der ersten Hälfte nur ansatzweise auf dem Platz. Man war mit zwi Spitzen (Stasiulewski und Kruth) angetreten, aber davon war nicht wirklich etwas zu sehen. Bis zum 16er war das ganz gefällig, aber in keinster Weise zwingend. Die Chancen, die sich boten, wurden kläglichst vergeben und aus der gesamten ersten Hälfte ist mir nicht ein Schuß in Erinnerung geblieben, bei dem sich der Essener Torhüter hätte strecken müssen. Mit einem Wort: das war harmlos.

05Rot-Weiß Essen auf der anderen Seite machte es auch nicht wirklich besser, wirkte aber im Spielaufbau ein wenig zwingender und zielstrebiger. Das endete zwar auch meistens mit einer verholperten Chance, aber es strahlte irgendwie ein kleines bißchen mehr Gefahr aus. Und so fiel dann auch kurz vor der Pause folgerichtig der Gegentreffer nach einem gut zu Ende gespielten Konter.

10Vor der Pause ist ja immer der berühmt-berüchtigte „psychologisch schlechte Zeitpunkt“, und da schien wenigstens für die Fortuna ein klitzekleinwenig dran zu sein, denn nach der Pause wurde das Dargebotene immer schlimmer. Da ging wirklich gar nichts mehr. Zu allem Überfluß holte sich Frank Schroden nach einer tölpelhaften Aktion bei einem Essener Steilpaß die rote Karte für eine Notbremse ab und man konnte eigentlich damit rechnen, daß sich hier nichts mehr tun würde. Aber manchmal hilft der Gegner in solchen Fällen gönnerhaft aus und so verteilte Rot-Weiß kurz vor Schluß noch ein Gastgeschenk in Form eines Handelfmeters. Stefan Hoffmann ließ sich nicht lumpen und netzte wenigstens zum Ausgleich ein, der – seien wir ehrlich – völlig unverdient war.

Nichtsdestotrotz hat die Fortuna mit diesem Ergebnis den Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Wenigstens eine gute Nachricht.

Mannschaftsaufstellung:
Möllering – Maaßen, Schroden, Hoffmann, Gran (53. Halili) – Glaser, Dahmani, Höffgen, Honka (53. Bably) – Kruth, Stasiulewski (66. Khan).

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