NRW-Liga 10/11 – Spieltag 8: Schwarz-Weiß Essen – Fortuna Köln 1:0

Wieder ein versiebter Spieltag und der 9. Tabellenplatz macht auch nicht wirklich Freude. Da kann ich mir noch so viele Entschuldigungen wie „wenigstens nicht Letzter“ überlegen, es sieht nicht schön aus. Ebenfalls nicht schön, daß via deinfussballclub.de mal wieder überhaupt keine Informationen zum Spiel zu bekommen waren. Weder durch einen Livestream (und die Hoffnung auf den habe ich schon aufgegeben), noch durch einen Liveticker. Das ist, vorsichtig gesagt, sehr ärgerlich, wenn man dafür schon Kohle auf den Tisch legt.

Insofern ereifere ich mich in Ermangelung von Impressionen des Fortuna-Spiels doch einfach mal über die Unzulänglichkeiten, welche die Krabbelgruppe der sky-Kommentatoren Woche für Woche zum Besten gibt. Ich meine, auch so ein Ding, für das Geld hingeblättert wird. Das mag altmodisch sein, aber wenn ich für etwas bezahle, dann erwarte ich auch eine entsprechende Gegenleistung. Nun gut, – Achtung, billiger Kalauer – bei sky bekommt man wenigstens ein bewegtes Bild. Was aber an Dünnpfiff über den Äther geht, ist an Stumpf- und Dummheit kaum noch zu unterbieten.

Ich steck‘ nicht drin, aber ich verlange wenigstens, daß die Person, die vor einem Mikrofon Platz nimmt, mir Dinge erklärt, die ich am Bildschirm nicht so gut wahrnehmen kann, wie derjenige, der im Stadion ist und das Spiel vor Ort sieht. Wenn man mir dann allerdings einen Ball, der Zentimeter am Tor vorbeistreicht, als ein Tor verkaufen will, dann kann ich nicht darüber lachen. Und dann wundert sich die Fritte auch noch, warum der Schiedsrichter die Situation abpfeift und spekuliert wild drauf los, ob das Abseits gewesen sein könnte. Oh, nein, war es nicht, hihi, in der vierten Zeitlupe sieht der Waldschrat am Kommentatorenplatz, daß der Ball vorbeiging. Das, liebe Leute, ist schlicht und ergreifend inkompetent.

Daran kann man sich mit der Zeit gewöhnen, ich erwarte eh nichts mehr von Leuten, die ihre Sicht der Dinge als der Wahrheit letzter Schluß verkaufen, allerdings bei jeder Gelegenheit unbewusst durchblicken lassen, daß sie in ihrem Leben noch nie gegen ein ballähnliches Objekt getreten, will sagen, Fußball gespielt haben. Nervtötend wird es, wenn diese Flachzangen dann noch versuchen ihr unerträgliches Geschwurbel durch eingedeutschte englische Redewendungen aufzuhübschen, die sich so krumm und schief anhören, als stammten sie aus der Klassenarbeit eines legastheniegeschädigten Sonderschülers. Nein, „at the end of the day“ funktioniert in einer wortwörtlichen deutschen Übersetzung nicht. Schon allein, weil Fußball nicht Cricket ist und nicht den ganzen Tag dauert. Über die Verfehlungen der wandernden Kommentatorenschaft, die gerne minutenlang umhergehen, hat sich Trainer Baade schon vor Jahren ausgelassen. Was die Dampfplauderer bei sky nicht daran hindert den Quatsch weiterhin munter in die Welt hinauszuposaunen.

Nein, es ist nicht schön, was sich teilweise (oder besser, größtenteils) vor den Mikrofonen deutscher Fußballkommentatoren abspielt. Und auf solche Verbrechen wie den Sport1-Doppelpass gehe ich lieber gar nicht erst ein. Obwohl, doch, aber nur ganz kurz. Vor einer Woche sah sich ein Bayern München-Apologet aus dem Hause Springer dazu veranlasst €100,- zu wetten, daß der Rekordmeister am Ende der englischen Woche mindestens sechs Tore erzielt haben würde. Nun ja, wie kann man so jemandem helfen. Insofern war es dann doch ein ganz angenehmer Spieltag, der auch die Niederlage der Fortuna in Essen verschmerzen lässt. Wenigstens ist man nicht auf dem letzten Platz…

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