Hamse Sammer Vergrault? (Bundesliga 19. Spieltag)

Das Thema der Woche dürfte ohne Wenn und Aber der potentielle Wechsel des DFB-Sportdirektors zum Hamburger SV gewesen sein und diese Posse reiht sich nun nahtlos in das Chaos ein, daß seit dem Weggang von Dietmar Beiersdorfer von der HSV-Führungsetage mit beeindruckender Konstanz fabriziert wird. Was genau da gelaufen ist wird niemand wirklich aufklären können. Aber was wieder einmal schön zu meinem Hass auf einen Verein aus dem Süden der Republik paßt sind Berichte, daß ein Würstchenfabrikant mit Wohnsitz am Tegernsee angeblich irgendwelche (unmoralischen) Angebote gemacht haben soll.

Eben dieser Würstchenfabrikant hat unter der Woche der Süddeutschen Zeitung ein Interview gegeben, in dem er sich nicht entblödete die wechselwilligen Spieler van Nistelrooy und Ba als Fahnenflüchtlinge zu bramdmarken. Wir führen uns das nochmal vor Augen, der Manager eines Vereins aus dem Süddeutschen, der bei jeder noch so kleinen Gelegenheit die Chance nutzt um Gegner durch den Wegkauf von Talenten/Leistungsträgern zu schwächen, echauffiert sich über die Geschäftspraktiken von Spielern. Herzallerliebst. Handgeld für Deisler anyone? Da kann man nur hoffen, daß die Dortmunder Borussia – die gegen Stuttgart sicher einen schlechten Tag erwischt hatte – ihm beim Gastspiel in seiner Arena diese Aussage in seinen hochroten Kopf zurückstopft:

„Wenn ich in Wolfsburg unsere Mannschaft sehe, weiß ich: Wir brauchen derzeit gar niemanden, um Dortmund zu besiegen. Ich bin hundert Prozent sicher, dass wir die in ein paar Wochen in München schlagen. Im Eins-gegen-eins hat Dortmund doch nie die bessere Mannschaft. Die bessere haben wir, mit Abstand! Nur wir bringen’s nicht auf den Platz. Das macht mich nachdenklich.“

(U.Hoeneß in der Süddeutschen Zeitung)

Ein 5:1 zu Hause gegen den 1.FC Kaiserslautern kann da sicher nicht als Maßstab dienen.

Zurück zu Sammer und seinem Paarungstanz mit dem HSV-Aufsichtsrat. wer da jetzt genau den Schwarzen Peter hat, läßt sich sicher nicht klären. Warum aber jemand erst alles haarklein aushandeln läßt, zusätzlich noch Personalvorschläge macht, nur um dann, wenn der alte Arbeitgeber, der ausdrücklich angemerkt hatte, daß er seinem Angestellten keine Steine in den Weg legen würde, bellt wieder zurück ins Körbchen zu kriechen, ist schon ein wenig seltsam. Gerade bei so einem Dickschädel wie Sammer. Und dieses Allerweltsargument Familie will ja auch niemand mehr hören. Nicht, daß wir uns falsch verstehen, ich find‘ das gut, daß er beim DFB bleibt. Allein schon als Kontrapunkt zur Löw-Bierhoff-Gruppe. Aber mit so einem Eiertanz hat er niemandem einen Gefallen getan. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, hat ihm aber auch jemand gesagt, daß man beim HSV nur verlieren kann, weil der Laden einfach nicht in den griff zu bekommen ist und jeder gegen jeden arbeitet. Aber eben nur vielleicht.

Themenwechsel: Überraschend kam für mich die Demontage von Werder Bremen, durch den 1.FC Köln. Damit hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet. Gut, Bremen war ja auch eher ein gespielter Witz, aber das der FC so selbstbewußt auftreten würde, gerade unter Berücksichtigung der ganzen Ausfälle durch H1N1… Respekt. Damit rückt unten natürlich alles wieder schön eng zusammen und wenn, und wenn Schalke gestern gegen Hannover noch Punkte liegengelassen hätte… nun ja, man darf ja noch träumen. A propos träumen, von so einer Darbietung wie der von Podolski träumen FC-Anhänger sicherlich desöfteren. Das war nun wirklich genau das, weswegen sie ihn wieder zurückgeholt haben. Was das ganze aber noch wichtiger macht ist die Tatsache, daß Schaefer anscheinend wirklich darauf baut, vermehrt Leute aus der eigenen Jugendabteilung einzubauen. Und für die ist Podolski sicher das leuchtende Beispiel und Vorbild. Problem dürfte nur sein, daß diese Arbeit nur Früchte trägt, wenn der FC die Klasse hält. Und das Seil ist ziemlich dünn.

Wobei sich die selbsternannte „Elf vom Niederrhein“ aus dem Rennen um einen Platz an den Fleischtöpfen der ersten Liga verabschieden zu wollen scheint. Eine ziemlich blutleere Veranstaltung gegen die Werkself, die nicht wirklich Mühe hatte und wieder nach oben aufschließen konnte. St. Pauli wiederum ließ sich in den Schlußminuten in Sinsheim die Butter vom Brot nehmen und sorgt dafür, daß es von Platz 16 bis Platz 11 nur vier Punkte sind (bis Platz 10 nur 6).

Oben robbt sich Bayern wieder ran, steht aber immer noch hinter Hannover (Hannover!!!), während der BVB relativ ungefährdet seine Kreise zieht. Das so ein „Rückschlag“ mal kommen mußte, verneint nur der blindeste Vereinsbrillenträger. Wenn ich einer der Verfolger wäre, würde ich mir ohnehin ob der Frequenz der herausgespielten Chancen Sorgen machen.

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