Dieselbe Scheiße wie im letzten Jahr (Fortuna Köln – Rot-Weiß Essen 0:1)

Man sollte Erwartungen nie zu hoch ansetzen. Die Gefahr enttäuscht zu werden ist doch eh jedes Mal viel zu groß. Und selbst wenn man sie nur ein wenig weiter unten ansetzt, dann trifft einen das Ergebnis trotzdem hart. Viel zu hart. Eigentlich sollte ich Leid und Kummer gewohnt sein. Aber man lernt eben nie aus. Der Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiß Essen ging mit 0:1 verloren.

Ich hatte mich mit meinem Vater verabredet und während ich auf ihn wartete zogen die Horden der Essener Fans an mir vorbei. Ich hege weiß Gott keine Sympathie für RWE, aber so eine treue Anhängerschaft ist schon beeindruckend. Auf Fortunenseite ging natürlich nicht so viel, aber der Verein schien sich entschieden zu haben die Stehplätze in Mitte freizugeben, jedenfalls sprangen da ein paar Leute rum.

Zum Anpfiff war die Vorfreude groß, aber das legte sich spätestens nach 15 Minuten. Denn der Dillentantismus, den beide Mannschaften an den Tag leten, sollte sich durch die kompletten 90 Minuten ziehen. Vielleicht bin ich auch einfach zu verwöhnt von den ganzen Galaauftritten des BVB in den letzten Monaten, aber so ein Gegurke hätte ich bei einer zum Spitzspiel hochgejazzten Partie beim besten Willen nicht erwartet. Nicht von einer Mannschaft, die im Trainingslager jeden Gegner souverän besiegt hatte. Nicht von einer Mannschaft, die nach der Hinrunde auf mit 8 Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz auf Platz 2 überwintert hatte.

Es gelang nichts. RWE schien sich in seiner Gastrolle zu gefallen, igelte sich mehr oder weniger gut hinten ein und versuchte durch gelegentliche Konter zum Abschluß zu kommen. Diese waren allerdings so dermaßen stümperhaft vorgetragen, daß man auch einen Elch hätte ins Tor stellen können. Fortuna hingegen versuchte als Gastgeber ein wenig bestimmender aufzutreten. Aber schon der Spielaufbau war eine einzige Katastrophe. Hoch und weit schien die einzige Lösung zu sein, die den Abwehr- und Mittelfeldspieler einzufallen schien. Wenn dann trotzdem mal ein Ball annährend gefährlich auf das Tor flog, war der Essener Torhüter zur Stelle (so wie bei einem durchaus schön geschossenen Freistoß kurz vor der Pause.

Der Wechsel brachte keine Besserung und auf dem mit fortschreitender Spieldauer immer unebener werdenden Geläuf häuften sich die Fehler. Die Abwehr der Fortuna erschien mir auch nicht immer zu 100% sattelfest zu sein und so kommt es dann eben wie es meistens kommen muß. Ungefähr 5 Minuten vor Schluß vertändelte, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, Ouattara einen Ball im Aufbau, der Essener Spieler marschierte an die rechte Strafraumgrenze und versenkte den Ball, der wohl eher als Flanke, denn als Torschuß gedacht war, in der linken Ecke des Tores.

Schluß aus, vorbei. Das reichte mir dann und ich verließt vorzeitig das Stadion. Blutleer, ideenlos, nicht Aufstiegstauglich. Das ist mein Fazit. Und viel Hoffnung für die nächsten Spiele habe ich nach so einer Darbietung auch nicht wirklich.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s