Ganzjahreskarneval am Geißbockheim: Schaefer tritt zurück, Finke übernimmt bis Saisonende


(Der Express, subtil wie immer…)

Es soll ja Menschen in der Domstadt gebenm, die für die Einführung des Ganzjahreskarenvals plädieren. Wenn man es nicht besser wüßte, so würde man die Keimzelle dieser Bewegung, so es sie denn wirklich geben sollte, im Umfeld des Geißbockheims verorten. Nach den katastrophalen Vorstellungen der letzten Wochen hat Frank Schaefer anscheinend selbst die Reißleine gezogen und ist zurückgetreten. Nachfolger wird – Trommelwirbel – Sportdirektor Volker Finke (kicker, dazu noch die Lokalpresse aus Stadtanzeiger und Express).

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UPDATE (11:35):

Es trudeln die ersten Stellungnahmen ein (via spox):

Frank Schaefer: „Aufgrund der letzten Ergebnisse und insbesondere auch der Spielverläufe bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass die Mannschaft dringend eine Veränderung und vor allem neue Impulse braucht. Ich möchte klar betonen, dass ich meine Entscheidung unabhängig von medial dargestellten Spannungen zwischen mir und Volker Finke getroffen habe.“

Volker Finke: „Ich bedauere seine Entscheidung sehr. Der Vorstand und die Geschäftsführung haben mich gemeinsam gebeten, kurzfristig die Mannschaft zu übernehmen. Ich habe zwar immer betont, dass ich nicht auf den Trainerstuhl zurückkehren werde, aber in dieser außergewöhnlichen Situation gilt es, alle Kräfte zu bündeln.“

FC-Präsident Wolfgang Overath: „Vorstand und Geschäftsführung haben gemeinsam in persönlichen Gesprächen versucht, Frank Schaefer umzustimmen und ihn von seiner Entscheidung abzubringen, das Amt so kurzfristig niederzulegen. Leider war das nicht möglich.“

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Das ist an Lächerlichkeit nun wirklich nicht mehr zu überbieten und verdient neben einem Tusch, um im Fastelovendjargon zu bleiben, sogar noch eine Rakete. Man lasse sich die ganze Seifenoper nochmals auf der Zunge zergehen. Schaefer, der gute Hirte, erklärt zum Saisonende seinen Rücktritt, weil in das Geschäft anwidert (und er sicher noch diverse andere Gründe hat). Finke erklärt öffentlich, daß er unter keinen Umständen der Nachfolger wird. Schaefer erklärt nochmals auf einer Pressekonferenz, daß Finke nicht der Grund für seinen Rücktritt gewesen sei. Es hatte immer wieder Gerüchte gegeben (welche vornehmlich aus dem Hause Dumont mit seinen Flagschiffen Kölner Stadtanzeiger und Express befeuert wurden), daß der Sportdirektor sich in die Trainingsmethoden des Übungsleiters eingemischt hatte. Und dann wird heute die Bombe gezündet.

Was genau dahinter steckt, wird sicher niemand nachvollziehen können. Es wirft allerdings ein extrem schlechtes Licht auf alle Beteiligten. Auf Finke, weil er eigentlich ausgeschlossen hatte, daß er sich wieder auf die Trainerbank setzen würde. Aber auch auf Schaefer, der nun eher als eine beleidigte Leberwurst da steht und den Anschein erweckt, als könne er nur Trainer sein, wenn die Ergebnisse stimmen.

Der Verein liegt in Scherben und auch ein Nichtabstieg, so unwahrscheinlich er mit dem heutigen Tag auch geworden sein mag, wird daran nichts ändern können.

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