Auf und Ab: Presseschau zum „Aufstieg“

Der Blätterwald raschelt ziemlich hörbar ob der Vorgänge um den Auf- bzw Abstieg zwischen Regional-, Ober- und Verbandsliga. Eigentlich schön, daß die Fortuna wieder mal überregional Schlagzeilen macht. Und dann auch noch eher erfreuliche.

Der kicker, gewohnt nüchtern, hält sich an die Fakten, garniert seinen Artikel aber mit einem schönen Foto aus der Südkurve, auf dem diverse Mülltonnen zu sehen sind.

Selbst die überregionale Welt hat für die Fortuna ein paar Zeilen übrig, wobei das, glaube ich, die Übernahme einer SID-Meldung ist.

Die Rheinische Post sorgt sich zum einen um die Nerven des Staffelleiters der NRW-Liga, der anscheinend jeden Tag neu planen muß, weil das Starterfeld noch immer nicht fest steht. Zum anderen wird natürlich auch hier das finanzielle Engagement von Franz-Josef Wernze beleuchtet.

Auf derwesten.de finden sich auch gleich mehrere Artikel. Einer ist mit einem schönen Bild versehen, das eigentlich alles aussagt, was man wissen muß. Außerdem noch ein interessante Wortmeldung aus Schermbeck vom dortigen Manager Michael Benninghoff (Hervorhebung von mir):

„Der Fußball wird mit Füßen getreten. Ein Sponsor kann mit dem Scheckbuch den sportlichen Wert einer ganzen Liga in Frage stellen. Das nimmt kein gutes Ende (…) Der Verband muss da reagieren, denn was soll jetzt beispielsweise Rhynern machen? Die Mannschaft löst sich auf. Da kann man doch nur verzichten. (…) Wir machen uns doch lächerlich. Was ist denn, wenn Rhynern verzichtet? Brechen dann die Zweitplatzierten der Westfalenligen den Urlaub ab und spielen Relegation?“

Ein weiterer Artikel aus Schermbecker Sicht, in dem der Trainer Martin Stroetzel die NRW-Liga zu einer „Zirkusnummer“ verkommen sieht. Schlußendlich das Ganze noch aus den Augen der SSVg Velbert, wo man sich anscheinend auch leichte Hoffnungen auf einen Aufstieg gemacht hatte.

Im Kölner Stadtanzeiger will Philip Sagioglou dem Mäzen Wernze am liebsten gleich das Bundesverdienstkreuz für seine Bemühungen um den Kölner Fußball verleihen. Der FC würde davon profitieren, die Viktoria ja sowieso, und indirekt die Fortuna auch. Und plötzlich ist Köln wieder eine der größten Fußballstädte des Landes.

Die Entscheidung und das Engagement Wernzes bieten der Stadt nach Jahren der Stagnation also wieder die Möglichkeit, eine Fußballkultur aufzubauen. Eine Kultur rund um den 1. FC Köln als Nummer eins, Fortuna als Nummer zwei und Viktoria als lauerndem Konkurrenten dahinter – letztere jeweils mit der Ambition, schnellstmöglich den bezahlten Fußball zu erreichen. Es liegt jetzt an den Vereinen, diese Chance zu nutzen. Franz Josef Wernze hat den Weg freigemacht.

Ein persönlicher Einwurf: Es mag ja durchaus förderlich sein, daß sich Privatpersonen in Sportvereinen engagieren. Wenn Geld aber immer nur von einem zum anderen Verein geschoben wird, dann bleibt zwangsläufig immer jemand auf der Strecke. Und das gefällt mir nicht wirklich. Irgendwie ist mir das zu beliebig.

Der Express, anscheinend das Blatt, daß die Story als Erster hatte, legt heute mit den Aussichten für die Fortuna und Viktoria nach. Auf der Schäl Sick wird über die Verpflichtungen von Alex Voigt, Michael Bemben und Ervin Skela nachgedacht. Da will wohl jemand richtig durchstarten. In der Südstadt rechnet Präsident Ulonska mit vielen Zuschauern bei den Derbies, auch wenn er verständlicherweise erstmal das Lizensierungsverfahren bis zum 15. Juni abwarten will. Die Derbies gegen den FC und Wuppertal, okay. Aber Leverkusen? Viele Zuschauer? Ich weiß nicht…

Zum Abschluß noch Hinweise auf den Amateurkick, und das Kölner Uni-Radio KölnCampus und elfgegenelf.de stimmt via Überschrift das Vereinslied der Fortuna an.

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