Neuzugänge: Wechselwelle den Rhein abwärts

Es war ja zu erwarten, daß sich das Gesicht der Mannschaft in der Regionalliga ziemlich ändern würde, aber so langsam komm‘ ich nicht mehr nach mit den ganzen Zu- und Abgängen. Jetzt kommt noch ein ganzes Kontingent aus Koblenz und man kann sich schon die Frage stellen, wo Verstärkungen anfangen und wo simple Kaufwut aufhört.

Das der Kader aufgefrischt werden muß ist klar. Ich bezweifle, daß die Mannschaft, die letzte Saison durch die NRW-Liga gegondelt ist einigermaßen Regionalligatauglich gewesen wäre. Worum ich mir aber ein wenig Sorgen mache ist die Identifikation der neuen Spieler mit dem Verein. Im allerschlimmsten Fall fängt man sich nach ein paar Niederlagen eine Söldnermentalität ein (ich weise ausdrücklich darauf hin, daß ich die keinem der Neuzugänge unterstellen möchte!), weil die Spieler dann eben darauf setzen können, bei einem anderen Verein unterzukommen. Von allen Neuen finde ich die Verpflichtung von Dieter Paucken am gelungensten, auch weil er eben schonmal in Köln gespielt hat, wenn auch beim falschen Verein.

Die Namen Stefan Haben, Lukas Nottbeck und Oliver Laux (TuS Koblenz) sagen mir erstmal ebensowenig wie Silvio Pagano (Wuppertaler SV) oder Michael Kessel (Germania Windeck). Warum es jetzt unbedingt vier Spieler vom alten Verein des Trainers sein mußten, gut, nehm‘ ich einfach mal so hin. Er wird schon wissen, warum er gerade die aus der Konkursmasse haben wollte.

Dadurch bläht sich der Kader natürlich entsprechend auf und das führt dann zu diesem Zitat von Dirk Daniel Stoeveken, Geschäftsführer der Fortuna Köln Spielbetriebsgesellschaft mbH:

„Um den gestiegenen sportlichen Anforderungen, auch in der Kaderzusammenstellung, gerecht zu werden, haben wir dem ein oder anderen Spieler – Namen nennen wir nicht – nahegelegt, den Verein zu verlassen.“

„Namen nennen wir nicht“. Klingt irgendwie wie Verstecken spielen auf dem Spielplatz. Leute, ihr wollt mit einigen Spielern nicht mehr zusammenarbeiten, dann sagt es ihnen und löst die Veträge auf. Alles andere ist unprofessionell. Und die Geheimskrämerei gegenüber der Öffentlichkeit ebenso. Es mag zwar ganz nett sein, solche Geschichten aus der Presse halten zu wollen, aber es klingt irgendwie, ich weiß nicht, kleinkariert.

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