Eigene Gesetze und so… (DFB-Pokal, 1. Runde)

Eigentlich immer ein schöner Auftakt in die neuen Saison, so eine DFB-Pokal Hauptrunde. War das eigentlich schon immer so, daß die erste Runde vor dem ersten Sppieltag ausgetragen wurde? Mir fehlen da gerade die Erinnerungen. Egal, es war wieder einiges dabei, die üblichen „Sensationen“, die Favoritensiege und die gequälten Stolpereien, bei denen sich der höherklssige Verein in die nächste Runde wurschtelt.

Wirklich beachtet habe ich eigentlich kein Spiel, was bei der schieren Masse auch ein wenig schwer fällt. Der Auftritt der Borussia aus Dortmund war schon sehr überzeugend, wobei hier besonders Shinji Kagawa ins Auge fiel. Der scheint nach seiner halbjährigen Verletzungspause einiges an Nachholbedarf zu haben. Die Chancenverwertung ist zwar immer noch unter aller Kanone, aber schön spielen tun sie schon längst wieder und herrlich anzusehen ist das allemal. Der Lokalrivale aus Schalke aufgaloppierte gegen einen Landesligisten, alles mit dem standesgemäßen Resultat von 11:1. Keine Überraschungen dort.

Die gab es dann beim Haßduell aller Traditionalisten zwischen den Aufputschbrausen aus Österreich bzw, in diesem Fall, Leipzig und dem Autofabrikanten aus Wolfsburg. Sicher, wenn ein Regionalligist einen erstklassigen Verein wieder nach Hause schickt, dann darf man das getrost als überraschend bezeichnen. Andererseits ist RB Leipzig nicht „your average Regionalligist“ und der VfL Wolfsburg momentan sicher nicht die Crème de la Crème der Bundesliga. Was mich etwas erstaunte war der Zuschauerzuspruch im Leipziger Stadion, wobei der noch mit dem Eventcharakter für eine Stadt, die sehnsüchhtig auf Profifußball wartet zu erklären ist. Viel lustiger waren die Kommentare anderer Trainer und Spieler, die sich beharrlich der offiziellen Lesart des Vereinsnamens RasenBallsport verweigerten und stattdessen immer den Sponsorennamen nannten.

Die Bayern aus München gaben sich gegen den in der Liga furios aufspielenden Aufsteiger und Spitzenreiter Eintracht Braunschweig auch keine Blöße und siegten souverän im über die gesamte Spielzeit verteilten Elfmeterschießen. Und trotzdem überzeugt mich der Abwehrverbund da hinten noch nicht. Gerade Jerome Boateng hatte ein paar Szenen, die etwas wackelig waren. Und das gegen eine nicht gerade gefährliche Auswahl aus Niedersachsen.

Das krasse Gegenteil dazu war der Zusammenbruch der Leverkusener Mannschaft im Duell gegen Dynamo Dresden. Eine Halbzeit extrem souverän und sicher, und dann fällt alles auseinander bzw in sich zusammen. Der Boulevard war auf der Suche nach Schuldigen recht schnell beim üblichen Verdächtigen angekommen und knüppelte herzhaft auf Michael Ballack ein, der bei einer 3:0 Führung das Feld betrat und mit einer 3:4 Niederlage in die Kabine geschickt wurde. Das René Adler-Ersatz David Yelldell eine mehr als unglückliche Figur machte, wird dabei gerne unterschlagen. Und der Dresdener Siegtreffer war schlicht und ergreifend hervorragend heraugekontert. Sollte man auch mal anerkennen.

Der Boulevard hoffte sicher auch auf ähnliches beim Spiel des 1.FC Köln gegen den SC Wiedenbrück. Jedoch, bis auf einen etwas holprigen 3:0 Sieg tat die Mannschaft den Schreiberlingen nicht den Gefallen, den neuen Trainer Stale Solbakken ins offene Meser laufen zu lassen. Im Gegenteil, wenn man den berichten Glauben schenken darf, dann war der degradierte Ex-Kapitän Lukas Podolski sogar einer der Aktivposten.

Etwas enttäuschend war der Auftritt von Germania Windeck. Enttäuschend in dem Sinne, daß da auch die Fortuna hätte spielen können. Und bei dem, was der Gegner 1899 Hoffenheim im Sportpark Höhenberg anbot, wäre ein Weiterkommen eventuell sogar drin gewesen. Ich meine, wenn selbst eine so kurzfristig neu zusammengestellte Windecker Mannschaft einen Bundesligisten dermaßen in die Bredoullie bringen kann, daß er sich über die Verlängerung ins Ziel schleppen muß, dann sollte für Fortuna Köln auch einiges möglich gewesen sein. Aber, alles hypothetisches Geschwafel, was zählt, ist der Saisonauftakt gegen Bochum.

Abschließend noch der Teifpunkt des Wochenendes, der, wohl für viele nicht überraschend, aus Berlin vermeldet wurde, wo sich sogenannte „Fans“ des DDR-Serienmeisters BFC Dynamo mal wieder von ihrer Schokoladenseite präsentierten, als sie nach Spielschluß im klassischen 80er-Jahre Hooliganstil den Fanblock des Gegners 1.FC Kaiserslautern stürmten. Die Security soll dabei eine ziemlich zweilichtige Rolle gespielt haben.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s