Das Imperium schlägt zurück: Misstöne in Hoffenheim [Update]

Wenn das nicht alles so unglaublich absurd wäre, dann könnte man wahrscheinlich noch drüber lachen. Man würde es für eine Szene aus einem extrem billigen Film halten. Oder für einen youtbe-prank. Das scheint es aber alles nicht zu sein, und so darf sich nun allem Anschein nach sogar die Stattsanwaltschaft mit der Schallattacke auf den Dortmunder Fanblock in Hoffenheim auseinandersetzen.

Rekapitulation: seit dem Aufstieg der Hoffenheimer tun sich die Fans des BVB immer mit besonders gehässigen, manche würden sogar bösartig sagen, Schmähgesängen auf den Kraichgauer Mäzen Dietmar Hopp hervor. So weit, so uninteressant. Jetzt sollen eben diese Schmähgesänge am vergangenen Wochenende durch einen Hochfrequenzton gestört worden sein, der aus einem Lautsprecher direkt vor der Gästekurve gekommen sein soll. Wie auf diesem Video zu vernehmen.


(ab 04:00 zu hören)

Die Dortmunder Anhänger machten nach dem Spiel ihrem Ärger Luft, es wurde sogar eine  Strafanzeige gestellt. Hopp kommentierte den Vorfall etwas abfällig:

„Wer mich 90 Minuten lang permanent beleidigt, sollte nicht so empfindlich reagieren (…) Wenn die BVB-Fans Anzeige erstatten, dann müsste ich 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten.“

Das klingt erstmal ziemlich seltsam und fast schon wie ein Schuldeingeständnis. So nach dem Motto: „ich war’s nicht, aber wenn, dann…“. Mittlerweile hat sich ein Mitarbeiter des Vereins zu der Tat bekannt (Sport1, spox). Er dürfte arbeitsrechtlich belangt werden. Der Verein zitiert ihn mit der Aussage, er habe „‚ein Gegenmittel‘ gegen die aus seiner Sicht nicht mehr erträglichen Beleidigungen einsetzen“ wollen.

Die Frage, die sich nun stellt: wie kann jemand einfach so einen Lautsprecher (sind ja nicht gerade Handgepäck, die Dinger) ins Stadion schaffen und vor einer Kurve aufstellen. Wenn dieser Mensch vielleicht vorgehabt hätte, etwas gefährlicheres vor den Dortmundern anzubringen, wäre das genauso einfach gegangen? Und die gute Seele will völlig eigenständig und ohne Wissen des Vereins gehandelt haben? Irgendwas klingt da fishy.

Einen Protest des BVB hielte ich für lächerlich, daß Spiel wurde nicht wegen übertönter Schmähgesänge verloren. Ein gerichtliches Nachspiel, auch von seiten des DFB, würde ich allerdings begrüßen. Ob es dazu allerdings kommt, bleibt abzuwarten. Ich sage nur: Ralf Zwanziger.

[UPDATE] Das Ganze scheint immer weitere kreise zu ziehen, wie diesem Artikel beim Dortmunder Fanzine schwatzgelb.de zu entnehmen ist. Der BVB bzw seine Anhänger waren wohl nicht die einzigen, die mit diesen Geräuschen beschallt worden sind.

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