„Wenn wir verlieren, war die Vorbereitung schlecht“ (Fortuna Köln – VfL Bochum II 1:4)

Ich meine in Erinnerung zu haben, daß ein Fußballphilosoph aus südlichen Bundesländern diesen Satz so oder so ähnlich während der letzten Woche in die Schreibblöcke der Journalisten diktiert hat. Nun ist bei der Fortuna sicher niemand rumgelaufen und hat den direkten Durchmarsch durch die Rückrunde versprochen, noch dürfte die Vorbereitung kompletter Murks gewesen sein. Aber es ist wie es ist, der Start ins neue Jahr ging kräftig in die Hose.

Meine Arbeitszeiten verhinderten leider meine Anwesenheit im Südstadion, was mir im Nachhinein an diesem naßkalten Abend dann doch ganz recht gewesen ist. Insbesondere im Hinblick auf das Endergebnis. So mußte der Stream herhalten, während ein anderes Auge auf den Fernseher mit dem Rückrundenauftaktspiel der Bundesliga gerichtet war. Etwas schwierig, sich dabei zu konzentrieren. So habe ich von der Partie der Fortuna sicher nicht alles mitbekommen können.

Von den Neuzugängen aus dem Winter hatte es Michael Lejan in die Startelf geschafft und der durfte sich nach nur 12 Minuten auch gleich über den Führungstreffer durch Ozan Yilmaz (mußte nach nur 25 Minuten verletzungsbedingt für Christian Pospischil ausgewechselt werden) freuen. Daß ich danach einem Kollegen gegenüber unkte, daß sich die Mannschaft jetzt an den eigenen Strafraum zurückziehen würde um auf den Ausgleichstreffer zu warten, hatte ich eigentlich eher als Scherz gemeint. Nun ja, lasse ich beim nächsten Mal besser, denn nur zwei Minuten später hatten die kleinen Bochumer, die mit Mario Götzes Bruder Fabian antraten, das Spiel wieder auf Anfang gesetzt (14., Wassinger).

So ging es in die Pause und die Fortuna konnte froh sein, nicht schon nach 45 Minuten in Rückstand geraten zu sein. Das passierte dann nach der Pause, als Bochum II den Gastgeber nach allen Regeln der Kunst zerlegte. Es dauerte zwar bis zur 73. Minute, bis Wassinger seinen Weg zum schlußendlichen Hattrick fortsetzen konnte, aber in der Zwischenzeit eröffneten sich den Gästen Räume und Chancen, die mehr als 100%ig waren.

Wenn man Fortuna etwas zugute halten will, dann, daß die Mannschaft nicht aufsteckte. Es wäre nur verständlich gewesen, wenn man nach dem 1:3 (75., Kevin Freiberger) aufgesteckt hätte. Wäre nicht schön gewesen, aber verständlich. Aber ich meine von dem bißchen, was ich ab da noch am Rechner mitbekommen habe, durchaus das Bemühen gesehen zu haben. Das bei so einer Einstellung natürlich hinten etwas, nun ja, „offener“ gespielt wird, darf nicht verwundern. Ebensowenig wie der Treffer zum 1:4 Endstand (79., Wassinger). Im Gegenteil, ein wegen Abseits nicht gegebener Treffer kurz vor dem Abpfiff ist Beweis für das Engagement der Mannschaft.

Trotzdem sieht der Trainer das natürlich sehr nüchtern:

„Diese Niederlage war verdient und wenn man ehrlich ist, hätte sie noch höher ausfallen können. Wir haben nie ins Spiel gefunden und alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben.“
(Uwe Koschinat)

Ich selbst weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Natürlich bin ich enttäuscht, aber um dieses Spiel wirklich einordnen zu können, habe ich zu wenig davon mitbekommen. Gegen Wuppertal sollte aber in jedem Fall eine Reaktion kommen.

Mannschaftsaufstellung:
Paucken – Caspers, Schäfer, Laux, Heinze – Yilmaz (ab 25. Pospischil), Kühn (ab 78. Dahmani), Nottbeck, Lejan (ab 64. Montabell) – Moritz, Pagano

Artikel zum Spiel finden sich beim Stadtanzeiger (Spielbericht und Einzelkritik, beides ziemlich  vernichtend), sowie derwesten.de und reviersport.de.

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