Hochsicherheitsspiel? (Fortuna Köln – FC Schalke 04 II 2:1)

Was sich im Spiel gegen Lautern II angekündigt hatte, fand gegen die zweite Mannschaft von Schalke 04 seine Fortsetzung. Halbwegs. Mit Abstrichen. Aber immerhin. Man kann schon den Eindruck gewinnen, daß die Mannschaft gewillt ist den verlorenen Kredit nach dem Pokalaus gegen Düren bei der Anhängerschaft wieder zurückzugewinnen. 

Auffällig war zunächst mal, daß ich auf meinem Weg zum Stadion (ca. 10 Minuten zu Fuß) gleich fünf Mannschaftswagen der Polizei sehen mußte. Ich häng‘ ja nicht so drin, aber waren die eventuell wegen der Gästefans anwesend? Falls ja, dann ist das mehr als traurig. Ich habe allerdings weder vor noch nach dem Spiel irgendetwas von Streß mitbekommen. Glücklicherweise.

Gelsenkirchen war jedenfalls mit einigen Anhängern angereist, die sich nach dem Anpfiff akustisch bemerkbar machten. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel hielten die Fortuna-Anhänger aber dagegen und die Mannschaft stopfte den Auswärtsfahrern auch nach nicht einmal sieben Minuten das Maul. Wieder einmal Silvio Pagano, der momentan das zu haben scheint, was man gemeinhin einen Lauf nennt. Stand wiedermal goldrichtig und mußte nur noch einschieben. Eine willkommene Abwechslung nach den frühen Gegentoren zuletzt.

Leider hielt die Führung gegen eine technisch durchaus ansprechende Schalker Mannschaft, die ohne Aushilfskräfte aus dem Bundesligakader, aber dafür mit Frank „Gefahrenhorst“ Fahrenhorst auflief, nicht lange (13.). Aber ich für meinen Teil hatte nicht den Eindruck, daß sich Fortuna dadurch aus dem Konzept bringen ließ. Man hatte nicht allzu viel Ballbesitz, aber wenn man dann bis zum gegnerischen Strafraum kam, war man schon gefährlich. Wirklich toll, daß sei allerdings eingestanden, war das Spiel nicht wirklich. Es fehlte das Zwingende. Schalke II kontrollierte, Fortuna reagierte und setzte Nadelstiche. Oder versuchte es zumindest. Ernstzunehmen war das nicht.

Mitten in die Vorhalbzeitslethargie fiel dann der zweite Treffer für die Hausherren, wiederum durch Pagano, wieder per Abstauber. Das mit dem Lauf hatten wir, glaube ich, schon.

In der zweiten Hälfte blieb das Spiel ausgeglichen aka schlafmützig, auch wenn Schalke II ein Übergewicht hatte, daß sie aber nicht in Tore ummünzen konnten. Der Stimmung tat das keinen Abbruch, im Gegenteil. Die Sprechchöre kamen wesentlich lauter und regelmäßiger als zuletzt.

Unschön allerdings, daß sich Maurice Kühn kurz vor Schluß noch eine völlig unnötige Gelb-Rote Karte einhandelte. Unnötig deshalb, weil sich der angeblich Bundesligaerfahrene Schiedsrichter von den Schauspielkünsten eines Spielers in Blau-Weiß täuschen ließ.

Bliebt eigentlich nur noch die Frage, was mit dem Schalker Treffer auf der Anzeigentafel passiert ist? Denn Mitte der ersten halbzeit war er ja noch da…

Mit den Sportfreunden aus Lotte kommt dann am Dienstag ein echter Prüfstein ins Südstadion. Da wird sich dann zeigen, ob die zuletzt gezeigten Leistungen nachhaltig sind.

Mannschaftsaufstellung:
Paucken – Yilmaz, Laux, Schäfer, Moritz, Kühn – Nottbeck, Dahmani (ab 75. Minute Gietzen), Pospischil (ab 79. Minute Heber), Pagano – Montabell

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