DFB-Pokalfinale: Einstimmungsversuch (1.FFC Frankfurt – FC Bayern München 0:2)

Nachdem ich schon letztes Jahr anwesend war und der Rheinländer an sich ja sehr traditionsbewußt ist, habe ich mir dieses jahr wieder einen Besuch beim DFB-Pokalfinale der Frauen gegönnt. Die unkomplizierte Anreise und leichte Beschaffung von Eintrittskarten hat sicherlich ihr Übriges dazu beigetragen.

Ich sehe sehr gerne beim Fußball der Damen zu. Insbesondere, weil es günstiger und wesentlich entspannter ist, als die Variante mit den Jungs. Gut, daß Publikum nervt manchmal, besonders, wenn es sich um versprengte Teile eines Jungesellabschieds handelt, die kurz vor der Alkoholvergiftung stehen. Aber wenn man sich vor Augen hält, daß dieses Stadion eine Woche vorher noch als Kulisse für einen Bürgerkrieg diente, dann sind mir übermotivierte Horden von Jugendmannschaftsspielerinnen doch lieber. Die hatten vor dem Spiel an einem Kleinfeldturnier auf den Vorwiesen des Müngersdorfer Stadions teilgenommen und vertrieben sich den Rest der Zeit damit, sich das Spiel anzuschauen.

Frankfurt stand ja schon im letzten Jahr im Finale und insgeheim hatte ich mit einer Wiederauflage gegen Potsdam gerechnet, aber da sich die Pfade beider Mannschaften schon auf dem Weg nach Köln kreuzten, wurde daraus leider nichts. Also die Mädels der Bayern. Gut, da kann man die Sympathien dann wenigstens klar verteilen. Auch schon aus dem Grund, weil Frankfurt ja eine japanische Weltmeisterin in ihren Reihen hat. Saki Kumagai saß aber leider das ganze Spiel auf der Bank . Naja, Künstlerpech. Ein Einsatz hätte wahrscheinlich auch ihren größten Fan auf der Haupttribüne gefreut. Ein Verhalten übrigens, daß ich mir bei den Herren nur schwer vorstellen kann. Was aber, wahrscheinlich ob des wesentlich strengeren Terminplans, auch wesentlich schwieriger sein dürfte.

Das Spiel selbst, daß im Vergleich zum Vorjahr wesentlich weniger Zuschauer sahen, war, um es vorsichtig zu formulieren, eines der schwächeren Frauenfußballspiele, die ich bis jetzt gesehen habe. Frankfurt wirkte extrem gehemmt, Bayern motiviert, aber spielerisch limitiert, und so entstand eine extrem zähe Angelegenheit, die auch durch die Anfeuerungsrufe der jungen Zuschauer nicht ins Rollen kam. Sarah Hagen brachte die Bayern nach der Pause in Front, Ivana Rudelic machte kurz vor Schluß den Deckel drauf und bescherte dem Verein aus der bayrischen Landeshauptstadt wenigstens einen nationalen Titel in dieser Saison. Immerhin.

Für 20 Euro kann man eigentlich nicht meckern. Es war ein sehr entspannter Fußballnachmittag und eine schöne Einstimmung auf das Herrenfinale am Abend. Ich hätte ja sogar die Chance auf drei Finals gehabt, aber das Endspiel der Fortuna-Mädels gegen SF Uevekoven im NetCologne Stadion  (wo immer das auch ist) fand leider schon um 12:00 statt und das hätte ich beim besten Willen nicht mehr hinbekommen. Ging auch leider mit 1:2 verloren.

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