Scheiß-Tribüne – der Fortsetzungsroman

[Update: Der Stadtanzeiger hat mittlerweile auch einen Artikel online, der die Aussagen im Forum bestätigt.]
Da sich in dem Fall der angeblichen rassistischen Entgleisungen, von denen der KStA im Anschluß an das Spiel gegen Duisburg II berichtet hatte, immer mehr Leute im Fortuna-Forum zu Wort melden, ist es wahrscheinlich am besten, die Dinge nochmal gesondert zusammenzufassen, anstatt der ursprünglichen Eintrag, den ich verfasst hatte, nochmals zu ändern.

Im Forum wird beschrieben, daß diese Affenlaute von ca. 3 Mann gekommen sind, die aber ziemlich schnell von den Umstehenden ruhig gestellt wurden (Posting User Thomas, 10.09., 22:43). Allein daß es auf der Tribüne Leute gab, die diesen Mist sofort unterbunden haben (immer unter der Vorgabe, daß die Aussagen der Forumsmitglieder stimmen), stimmt mich dann doch ein wenig versöhnlicher.

Vollends undurchschaubar wird die ganze Angelegenheit, wenn man sich den Eintrag von User Fortunanobbi (10.09., 23:31) durchliest, den ich einfach mal als Blockzitat hier einbaue (Hervorhebungen sind unverändert übernommen worden):

(…) Es waren zunächst kurz hörbar Affenlaute aus dem Fortuna Lager zu vernehmen. Dies wurde jedoch sofort unterbunden. Dann folgten aber weitere Affenlaute von ca 7 Freunden des Torschützen bzw. Passgebers. Diese saßen ca. 3 Reihen vor uns. Die hatten einen Spaß dabei, so ihre dunkelhäutigen Spieler „anzufeuern“.

Nach dem Spiel kam der Torschütze oder der Paßgeber an die Bande. Die MSV Freunde gingen zu ihm hinunter und flachsten mit ihm. Ich habe dann einen der MSV-Anhänger an der Bande auf die AFFENLAUTE ANGESPROCHEN UND IHM ERKLÄRT; DASS ICH FROH BIN; DASS DIESE Laute nicht fortgesetzt von Fortuna Fans kamen. Er lachte darüber nur. Der Spieler wird von den eigenen Freunden nach Toren mit diesem Urgeschrei angefeuert. Er selber hat diesem Umstand daher keinerlei Bedeutung bei gemessen. Habe auch angedeutet, dass solche Anfeuerungen auch mißverstanden werden können, zumal Sie ja mitten zwischen Fortuna Anhängern saßen. Was ja wohl auch letztendlich so interpretiert worden ist.

Ich will nicht beschwören, dass es der Torschütze an der Bande war. Jedoch dann auf jeden Fall der Passgeber.

Hier wird aus einer Fliege wieder ein Elefant gemacht. Ich kann die Begebenheit an der Bande beeiden. Es handelte sich um ca. 7 MSV Fans, die inmitten von Fortuna Fans gesessen haben. Dies müssen ja dann auch noch andere, außer mir, beobachtet haben. Auch mein Gespräch mit einem der MSF Fans an der Bande, müsste doch auch noch ein anderer verfolgt haben. Vielleicht sogar der Fränk und die Moni. Jedenfalls habe ich es mehreren Fortunen auf dem Weg zum Vereinsheim mitgeteilt. Möchte auch hervorheben, dass auf die ersten Laute sofort starker Protest von vielen Fortuna Fans kam. (…)

Das ist mehr als verwirrend und da möchte ich dem Journalisten vom Stadtanzeiger auch keinen Vorwurf machen, denn wer weiß, von wo aus der die Rufe vernommen hat. Auch hier wird ein Einschreiten der umstehenden Tribünenbesucher beschrieben. Genau so, wie es sein sollte.

Es macht die Geschichte nicht ungeschehen, aber wenn ich diese Stimmen lese, mache ich mir doch ein wenig weniger Sorgen um den Zustand auf den Rängen des Südstadions. Das Korrektiv scheint jedenfalls weiterhin zu funktionieren. Und das ist sehr gut so.

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Ein Gedanke zu „Scheiß-Tribüne – der Fortsetzungsroman

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