Jeder blamiert sich so gut er kann (FVM-Pokal: FV Bad Honnef – Fortuna Köln 3:6 n.E.)

Nachdem ich mich gestern so richtig in wirklich jedes verfüg- und erreichbare Fettnäpfchen gesetzt habe (1, 2, 3, 4, 5, 6, bitte Reihenfolge beachten, viel Spaß), war es heute an der Fortuna die alljährliche Pokalblamage zu verhinden. Erinnere ich mich zurück, so gab es jedes Mal gegen unterklassige Vereine richtig böse eins auf den Deckel. Düren und der SC West seien hier nur stellvertretend genannt. Dieses Mal also der FV Bad Honnef.

Den Weg zum Auswärtsspiel habe ich wohlweißlich nicht auf mich genommen. Man kennt seine Pappenheimer. Niederlagen muß ich mir nicht auch noch im Stadion ansehen. Reicht, wenn ich mich vor dem Rechner aufrege. Wobei, eigentlich hatte ich … nee, hatte ich nicht. Machen wir uns nix vor, Pokalspiele sind immer Zitterpartieen, egal aus welcher Liga der Gegner kommt.

Das Stadion, um mal vom Spiel abzulenken, sah schön aus. Wieder sehr idyllisch, mit viel herbstfarbenen Bäumen drumrum und im Hintergrund. Das Spiel? Weniger idyllisch, aber in Hälfte eins wenigstens standesgemäß. Nicht, daß die Fortuna den Gegner niedergewalzt hätte, aber mit einer 0:2 Pausenführung kann ich leben.

Nach dem Wechsel dann wieder Verwaltungsarbeit, die prompt nach hinten losging. ich hab‘ das Spiel mit meinem Vater geschaut und während ich noch dozierte, daß die Mannschaft zu wenig für ein weiteres Tor tun und sich zu sehr in Sicherheit ob der Harmlosigkeit des Gegners wiegen würde, zappelte der Ball auch schon hinter Poppenborg im Netz. Abzusehen. Ebenso wie der Ausgleich kurz vor Schluß. Es ist rätselhaft, wie das Team dermaßen einschläft, wenn es mal in Führung geht. Einen einzelnen Mannschaftsteil kann man da gar nicht verantwortlich machen, daß ist Kollektivversagen.

Wenigstens rafft man sich dann auch immer wieder auf, aber heute ging wirklich gar nichts. So mußte das Elfmeterschießen her und ich sah wieder Spätsommerbilder von einem Ascheplatz in Köln-Ehrenfeld vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Ging dieses Mal glücklicherweise gut aus, aber ernsthaft: meldet die Mannschaft einfach in der nächsten Saison nicht zum Pokal an. Spart allen Beteiligten Nerven und gibt der Mannschaft die Möglichkeit im Rhythmus zu bleiben. Eine Niederlage hätte sicher wieder einen Knacks bedeutet.

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