Noch 48 Stunden – Derbyvorbereitungen III

Nein, daß hier ist kein Eddie Murphy Film. Nur der ganz normale Wahnsinn, den ich langsam auch mich zurollen sehe. Ich kann es jetzt nicht mehr leugnen, meine Gedanken sind ausschließlich auf Samstag ausgerichtet.

Ich bin fahrig. Unkonzentriert. Abgelenkt. Durchsuche sämtlich größeren und kleineren Sportpublikationen als auch die lokale Presse ständig nach Neuigkeiten zum Spiel. Und mögen sie auch noch so klein sein. Die Nachrichten.

Ich nerve meine nähere und ferne Umgebung damit, daß ich zur Zeit nur ein Gesprächsthema kenne. Kollegen schauen mich verwundert an, als ob ich ein Gespenst wäre. Fußball kennen sie ja noch. Aber Regionalliga? Böhmische Dörfer. Ignorantes Pack.

Dabei gibt es doch genug interessantes zu lesen. Zum Beispiel die kleine Spitze, die Koschinat im Interview mit den Fussifreunden an den Nachbarn von der Schäl Sick sendet:

„Ich finde es verwunderlich und außergewöhnlich, wie man als Trainer des Tabellenführers in einem solchen Maß in Frage gestellt werden kann. Herr Wernze traf nach eigener Aussage zunächst der Schlag nach dem Rücktritt von Heiko Scholz, drei Stunden später hatte er einen Nachfolger für ihn, der auch noch mit der Führung des Vereins befreundet ist. Das würde mich sehr treffen, wenn das in meinem Fall bei Fortuna so ablaufen würde. Ich denke, wir können das Spiel mit viel mehr Ruhe als die Viktoria angehen.“ (auf die Frage, was er bei der Nachricht vom Rücktritt von Heiko Scholz empfunden hat)

Liest sich gut. Und um markige Sprüche ist er auch nicht verlegen:

FUSSIFREUNDE: Abschließend, was werden Sie ihren Spielern vor dem Duell mit der Viktoria als Slogan auf den Weg geben?
Uwe Koschinat: Wer am Samstag nicht die Bereitschaft hat, alles für die Fortuna zu geben, der soll sein Trikot abgeben!

Pfeifen wird am Samstag laut Fortuna-Forum übrigens Thorsten Kinhöfer. Uiuiui…

Die Fussifreunde setzen ihre Derbyvorbereitungen im Übrigen auch fort und kümmern sich zum einen um ehemalige Fortunen, die die Rheinseite gewechselt haben, zum anderen wird der Kader Mann für Mann verglichen. Dieses Gegenüberstellen fand ich noch nie sonderlich spannend, aber das Fortuna-Anhänger unbedingt zum Spiel FC U23 gegen Viktoria fahren mußten, um Hamdi Dahmani verbal nieederzumachen, halte ich für kleinkarierten Kindergarten. Es mag für einige unverbesserliche Romantiker schwer nachzuvollziehen sein, aber selbst in der Regionalliga ist Fußball in erster Linie ein Geschäft. Insofern darf der Junge spielen wo er will, auch ohne von denjenigen, die im früher zujubelten, beschimpft zu werden. Manchmal wünsche ich mir ein wenig mehr Stil.

Noch 48 Stunden…

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