Kämpfen, Kevin, kämpfen!

Via Surfguard bin ich heute drauf aufmerksam gemacht worden, daß der ehemalige Mittelstürmer der Fortuna, Kevin Kruth, an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. So etwas läßt einen erstmal sprachlos zurück.

Kevin Kruth kam, wenn ich mich recht erinnere, vor der Saison 2007/08 zur Fortuna, es könnte auch eine Saison vorher gewesen sein. Damals, zu dunklen Verbandsligazeiten. Als der Verein nicht mal mehr im Südstadion, sondern auf dem Trainingsplatz spielen mußte. Mit improvisierter Tribüne. Dunkle Zeiten. Aber Kruth war ein Lichtblick. Nicht zwingend, weil er ein übermäßig begnadeter Fußballer gewesen ist. Talent hatte er schon. Aber was heraus stach, war sein Einsatzwille. Und der scheint nicht nur mir aufgefallen zu sein. Denn anders kann man sich nicht erklären, daß er ziemlich schnell zum Publikumsliebling wurde. Und dann kommt so eine Nachricht….

Er machte mit schöner Regelmäßigkeit seine Tore, aber seine Einsatzzeiten nahmen, teilweise auch verletzungsbedingt, immer weiter ab, je höher die Fortuna spielte. Teilweise wurde er in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Für Regionalliganiveau schien es nicht mehr zu reichen, weswegen er nach der letzten Saison zurück nach Düren ging. Und dann kommt so eine Nachricht….

Was mir von Kevin Kruth immer im Gedächtnis bleiben wird, ist kein Tor, keine tolle Aktion in irgendeinem Spiel. Es sind seine Tränen. Seine Tränen nach dem unglücklichen 1:1 im letzten Saisonspiel 2008 der Verbandsliga Mittelrhein gegen den VfL Leverkusen im Sportpark Höhenberg. Das Ergebnis reichte nicht zum Aufstieg, fast 7.000 Fortuna-Anhänger waren sprachlos und versuchten die Mannschaft aufzumuntern, als sie in Richtung Gegengerade schlich. Und da stand Kevin Kruth und heulte Rotz und Wasser. Dieser junge Kerl, der gerade erst im Verein angekommen war, heulte wie ein Schloßhund. Ehrliche Tränen. Das hat mich beeindruckt. Das dieser Junge sich so dermaßen mit dem Verein und seinen Anhängern identifizierte, schon nach so kurzer Zeit, war herzzerreissend. Und dann kommt so eine Nachricht…..

Ich wünsche Kevin und seiner Familie für die kommenden Wochen und Monate viel Kraft und alles nur erdenklich Gute. Wenn er den Krebs genauso bekämpft wie seine Gegenspieler auf dem Platz, dann wird er sicher wieder gesund werden. Ich drücke alle Daumen!

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