Eisschrank Südstadion (Fortuna Köln – SSVg Velbert 1:0)

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Solche Tage schreien eigentlich nach dämlichen Wortspielen. Irgendwas mit „Chancen eiskalt ausgenutzt“ oder so. Wäre in diesem Fall auch ziemlich nah an der Wahrheit. Aber irgendwie auch wieder nicht.

Ganz ehrlich? Ich glaube, daß war das ungemütlichste Heimspiel, daß ich je miterleben durfte. Durfte. Ich war ja freiwillig ins Stadion gekommen. Erinnere mich an einen bitterkalten Abend, es müßte zu Regionalligazeiten nach dem Jahrtausendwechsel gewesen sein, gegen Wilhelmshafen. Da habe ich ähnlich gefroren wie gestern. Nur das es damals nicht geschneit hat.

Die Bedingungen waren eigentlich wettbewerbswidrig und warum dann nicht schon in den Wochen vorher ein Spiel angepfiffen werden durfte, erschließt sich mir nach gestern auch nicht wirklich. Schneefall die ganzen 90 Minuten hindurch und der Rasen war sicher auch nicht besser als in den Wochen zuvor. Komischweise wurde auch nur die Tribüne beschallt. Entweder hatte man nicht mir der Zähigkeit der Südkurve gerechnet und deswegen die Lautsprecher abgestellt, oder aber alles was der Verein bezüglich notwendiger Beschallung zum besten gegeben hat war schlicht und ergreifend gelogen. Egal. 650 Zuschauer waren bekloppt genug, sich das Spiel zu geben, davon sicher knapp 200 in der Kurve, wo der Wind den Schnee schön ins Gesicht bließ.

Komischweise gab es in den ersten, wahrscheinlich 25 Minuten, auch keine Ballkinder. War denen auch zu kalt? Hat da der Jugendschutz gegriffen?

Was will man dann von so einem Spiel erwarten? Eigentlich nix, denn bei solchen Bedingungen macht Fußball spielen einfach keinen Spaß. Außer vielleicht für solche Verrückten wie Thomas Kraus und Tobias Fink, die einfach mal mit kurzen Ärmeln aufliefen. Fortuna hatt das Spiel von Beginn an im Griff, ohne wirklich zwingend zu sein. Bälle versprangen, Pässe kamen nicht an, aber, nun gut, so ist das eben. Sagte ich schon, daß die Umstände mies waren?

Kurz vor der Pause gab es dann das, was macht in so einem Spiel braucht: Glück. Irgendwie fiel der Ball Michael Kessel vor die Füße. Der schob ein, es stand 1:0 und man konnte sich wenigstens an der Halbzeitführung wärmen.

Im zweiten Durchgang verschoben sich die Kräfteverhältnisse dann mit fortlaufender Spieldauer deutlich in Richtung Fortuna. Leider fiel kein Tor mehr, auch wenn die eingewechselten Schaaf und Montabell sich alle Mühe gaben, es sprangen leider nur Lattentreffer heraus. Überhaupt, Schaaf. Äußerst belebendes Element in der Offensive. Er ersetzte den etwas blassen Ozan Yilmaz und machte direkt Alarm. Gefiel sehr gut. Der schien über seine Auswechselung übrigens nicht wirklich erfreut und schleuderte seine Handschuhe auf’s Spielsfeld, die dann pflichschuldigst vom Trainer ausfgesammelt wurden. Herrliches Bild.

Wie dem auch sei, wichtige drei Punkte, vor allem, nachdem die Viktoria am Freitag in Oberhausen Feder gelassen hatte. Aber, ganz ehrlich, so ein Wetter brauche ich wirklich nicht nochmal. Was war ich froh, als ich meine Gliedmaßen in den heimischen vier Wänden wieder aufwärmen durfte.

Spielberichte beim Stadtanzeiger und bei Rheinfussball (mit Noten).

Mannschaftsaufstellung:
Poggenborg – Sievers, Laux, Flottmann, Fink – Yilmaz (ab 61. Minute Schaaf), Zinke, Pospischil, Kessel (ab 86. Minute Nottbeck) – Kraus, Kialka (ab 74. Minute Montabell)

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