DFB-Pokalfinale: Mitreißend (1.FFC Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg 2:3)

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Der Besuch des Frauenpokalfinales ist mir mittlerweile eine liebgewonnene Tradition geworden. Ich mag die lockere Stimmung, die vernünftigen und bezahlbaren Preise, das entspannte Drumherum, und den dann doch guten Fußball, der geboten wird.

Gut, daß ist immer Glückssache mit der Qualität des Spiels, aber das gestern war schon allererste Sahne. Beide Teams mit offenem Visier und wo es in der ersten Halbzeit mit dem Schußglück haperte, wurde in Halbzeit zwei schön und schnell nach vorne kombiniert.

Potsdam war als Dauergast im Pokalfinale vom Anpfiff weg eher überlegen, verpaßte es aber zwingende Chancen herauszuspielen. Und wenn man das mal versuchte, zerschellte man zumeist am starken Wolfsburger Innenverteidigerinnenduo, bestehend aus Josephine Henning und Lena Goeßling. Vor allem Goeßling war extrem stark. Gutes Stellungsspiel, hervorragende Übersicht und für ihre Größe ein ziemliches Tempo bei Sprints. Und dann auch einige beckenbauereske Vorstöße in die gegnerische Hälfte. Gefiel mir sehr gut.

Trotzdem hatte Potsdam die größeren Chancen, vor allem, als Torschützenkönigin Yuki Ogimi völlig freistehend zu einem Kopfball ansetzte, aber nur die Wolfsburger Torhüterin traf.

Ein torloses Unentschieden hätte zur Pause eher den Wolfsburgerinnen geschmeichelt. Da hatten die beiden Routiniers (ich liebe dieses Wort) im Sturm etwas dagegen. Conny Pohlers elegant per Hacke auf Martina Müller, die völlig frei vor dem Potsdamer Tor stand – und es stand 1:0 (45.).

Die Halbzeitverpflegungsbeschaffung gestaltete sich dann etwas schwierig, denn im Oberrang Ost war nur ein Verpflegungsstand geöffnet, was natürlich zu Riesenschlangen führte. Okay, es waren nur gut 14.000 Zuschauer da, aber ein paar mehr Fressbuden kann man schon öffnen, lieber DFB. Vor allem, wenn man Zeit für einen VfL Wolfsburg Fanshop hat.

So fnden wir dann auch erst ein paar Minuten nach Wiederanpfiff unser Plätze und Potsdam schien bei der Nahrungssuche in der Halbzeit die gleichen probleme gehabt zu haben. Ziemlich fahriger Beginn, der auch prompt durch Pohlers (55.) und Müller (52.)bestraft wurde. Besonders beim 3:0 sah die Postdamer Torfrau Alyssa Naeher ziemlich unbeholfen aus.

Das schien den Wolfsburgerinnen aber etwas zuviel Selbstbewußtsein zu geben, denn keine fünf Minuten später schaffte Potsdam durch Lisa Evans den Anschlußtreffer (59.).Wieder nur zwei Minuten später bekam Turbine einen eher zweifelhaften Elfmeter (sah jedenfalls von meinem Platz so aus) zugesprochen und es stand nur noch 3:2 (Ogimi, 62.).

Und ab da ging es dann richtig rund. Potsdam drückte, Wolfsburg setzte auf Konter. Ein flottes Spiel, rauf und runter, mit massig Torchancen, die beste sicherlich für Yuki Ogimi in der 72. Minute, als sie eigentlich den Ausgleich hätte machen müssen. Wolfsburg hätte den Sieg deutlicher gestalten können, aber so war es ein immer spannendes und mitreißendes Spiel mit einem letztendlich verdienten Sieger aus der Autostadt.

Fazit: sehr gute Sonntagsunterhaltung, für die ich auch gerne Fortuna oder zweite Liga sausen ließ. Erfreulich auch, daß es die Veranstalter dieses Mal geschafft haben, wenigstens zwei Sektionen für die Anhänger beides Mannschaften bereitzustellen (beide auf der Gegengerade), daß sorgte für einiges an Stimmung.Wenn man jetzt dabei bleibt das Frauenfinale nicht am gleichen Tag wie das Herrenfinale auszutragen, wäre ich sehr dankbar.

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