Ein Kommen und Gehen in der Südstadt

Wird langsam Zeit für eine Bestandsaufnahme, fällt mir gerade mal auf. Denn heimlich, still und leise – und genau dieses Vorgehen gefällt mir echt gut, muß ich zugeben – hat die Fortuna eine neuen Kader zusammengebastelt. Und den finde ich auf den ersten Blick jetzt gar nicht so verkehrt.

Erstmal heißt es sich von einigen vertrauten Gesichtern zu verabschieden. Lukas Nottbeck stand ja schon vor Saisonende als Abgang fest. Ihm folgt Silvio Pagano. „Ausgerechnet“ zur Viktoria. So etwas schmerzt natürlich. Was aber noch mehr schmerzen würde, wären irgendwelche „Verräter“-Krakeelereien. Wer sich auf diesem Level zu so etwas herabläßt, macht sich bloß selber lächerlich. Ich kann es den beiden nicht übelnehmen. Man verdient auf der Schäl Sick sicher mehr Geld, die beiden sind nicht mehr die Jüngsten, der Kader der Viktoria wird verändert, es gibt einen neuen Trainer (zu dem ich mich vielleicht noch in einem separaten Eintrag auslassen werden), beide können weiter in der Stadt bleiben und müssen nicht umziehen – mal ehrlich, wer von uns würde bei so einem Arbeitsplatzwechsel nein sagen? Insofern hoffe ich auf einen fairen Umgang mit den beiden von Seiten der Fortuna-Anhänger.

Außerdem gehen Maurice Kühn (SpVg. Erkenschwick), Nicolas Clever (SF Troisdorf), Lars Wessel (SV Bergisch Gladbach), Alex Ende (Karriereende) und Matthias Scherz (Karriereende). Michael Lejan, Dominique Ndjeng und Tobias Standop scheinen in der Südstadt auch keine Zukunft mehr zu haben. Und auch – leider, leider – Fabian Montabell. Was ich persönlich schade finde, denn Montabell habe ich immer gerne zugesehen. Zugegeben, immer etwas unbeholfen und eckig. Aber immer mit vollem Einsatz bei der Sache. Ich werde seine „Amokläufe“ auf gegnerische Abwehrspieler schon ein wenig vermissen.

Aber, wo jemand geht, da kommt dann eben jemand anders, und so hat die Fortuna vergangene Woche die neuen Spieler bekanntgegeben. Einfach so. Ich war wirklich ein wenig platt. Bzw., vielleicht sollte icherstmal mit den Vertragsverlängerungen anfangen. Die sind nämlich auch nicht ganz unwichtig.

Andre Poggenborg, Michael Kessel, Stipe Batarilo, Tobias Fink, Thiemo-­Jérôme Kialka, Oliver Laux und Jan-­André Sievers. Alle verlängert. Alle bleiben. Und gerade bei Fink freut mich das sehr! Damit ist die linke Seite dicht. Hervorragend.

Neu dazu kommen Ercan Aydogmus, Frederic Brill, Kushtrim Lushtaku, Markus Patzurek, Manuel Rasp, Tobias Steffen, Nils Dübbert, Milo McCormick und Pascal Wichmann. Die letzten drei aus der eigenen Jugend. Das erfreut und weckt Erwartungen. Auch wenn die Jugend sich in der letzten Saison in der Bundesliga West zwar achtbar schlug, letztendlich aber doch abgeschlagen als Vorletzter absteigen mußte. Aber auf die Erfahrung können die drei ja vielleicht aufbauen und vielleicht findet Koschinat ja ein paar Einsatzminuten für sie. Aydogmus sehe ich am ehesten als Montabell-Ersatz. An Kraus und Kialka dürfte der erstmal nicht vorbeikommen. Der Rest, da bin ich ehrlich, sagt mir gar nichts und so in etwa ist auch die Erwartungshaltung. Auch wenn der Trainer das natürlich völlig anders sieht. Steffen ist natürlich großartig mit seinen zwei Europa League-Einsätzen. Europapokal im Südstadion!

Alles in allem ein neuer Kader, der sicher kann, aber für meine Begriffe nicht unbedingt muß. Die neue Regionalliga West ist ein zu harter Brocken, um auch nur entfernteste Aufstiegsphantasien zu pflegen. Im Grunde genommen die gleichen Voraussetzungen wie vor der letzten Saison. Und die lief ja nun auch nicht so völlig schlecht…

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