A match made in heaven – Wollitz und Wernze

Wollitz also. Das wird lustig.

Ich erinnere mich ja sehr gerne an einen Ausflug an den alten Tivoli. Ein ehemaliger Klassenkamerad vom Gymnasium hatte Karten für die Pressetribüne. Aachen spielte gegen Osnabrück. Das Spiel ist eigentlich nicht der Rede wert. Typischer Zweitligafußball an einem naßkalten Freitagabend. Ein ziemliches Gebolze. Aachen siegte unter freundlicher Hilfe der Gästeabwehr, die sich in einigen Szenen über die eigenen Beine fiel, mit 3:1. Nun gut, was will man von einer Hintermannschaft erwarten, die von Thomas Cichon zusammengehalten wird.

Im Tor des VfL stand damals Stefan Wessels, den der Klassenkamerad homepagetechnisch betreute. Auch hier eher eine zufällige Geschichte. Der Klassenkamerad weilte seit längerer Zeit in Spanien, als der Wechsel von Wessels zum EffZeh verkündet wurde. Kurzentschlossen schaut er sich die Website des Torwarts an und merkte, daß es da durchaus Verbesserungsbedarf gab (der Klassenkamerad in Graphikdesigner). Er schrieb Wessels an, der war angetan von den Ideen und ab dem zeitpunkt gestaltete der Klassenkamerad die Homepage. Aus diesem Grund hingen wir nach dem Spiel noch im Pressebereich herum, um mit Herrn Wessels ein paar Worte zu wechseln. Also, er (der Klassenkamerad), nicht ich.

Wer den alten Tivoli noch kennt, der weiß, daß die Mixed Zone da eigentlich nur aus einer Türöffnung bestand, an der die Spieler kurz halt machten, um Fragen zu benatworten. Rechts neben dieser Öffnung ragte die Gästekabine aus dem Stadionbach. Mit Kippfenstern unter der Decke. Die waren offen. Und der schon ziemlich, sagen wir mal, bedient aussehende Wollitz war lange vor seinen Spielern in die Kabine gestapft. Und dann kam das Donnerwetter. Eine sicher 10minütige verbale Abreibung. Lautstark. Für die draußen Wartenden gut zu verstehen.

Auf der linken Seite der Mini-Mixed-Zone befand sich ein Raum für die Pressekonferenz. Da schlichen wir uns rein, um den Ausführungen der Trainer zu lauschen. Wollitz, inzwischen anscheinend abreagiert, analysiert trocken das Spiel, und sagt dann diesen einen Satz (sinngemäß):

„Wir hätten dieses Spiel gewinnen können, die Chancen waren da. Die Niederlage war natürlich sehr unglücklich, aber die Mannschaft hat sich super verkauft. Darauf können wir stolz sein. Das habe ich der Mannschaft eben auch nochmal in der Kabine gesagt.“

Wie gesagt, so oder so ähnlich. Ich mußte mich beherrschen, um nicht laut loszulachen. Während ich mich wegdreht, sah ich im Eingang zu diesem Presseraum einige Osnabrücker Spieler, u.a. Thomas Reichenberger, der ziemlich am Grinsen war. Ich war mit meinem Eindruck also nicht alleine.

Ansonsten ist mir nur der schmierige Springer-Revolverblatt-Schmierfink aus der ersten Reihe in Erinnerung geblieben, der jede Frage mit „Pele, sag mal…“ anzufingen schien. Aber das nur am Rande.

Was das mit der Ehe Wollitz-Viktoria zu tun hat? Erstmal nichts. Ich halte Wollitz für einen guten Trainer. Sein Problem ist einzig und allein sein Temperament. Und ob sich das so gut mit Herrn Wernze vertragen wird, bleibt abzuwarten. Insofern könnte es auf der Schäl Sick wieder eine lustige Saison werden.

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