Besser spät als nie (Fortuna Köln – SC Verl 4:1)

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Kannste dir nicht ausdenken. Erst diese ewige Zeit zwischen zwei Heimspielen und dann kommt der Gegner auch noch über eine Stunde zu spät. So muß sich ein Junkie auf kaltem Entzug fühlen.

Naja, der SC Verl konnte ja nix dafür, wenn die A3 einfach mal so gesperrt wird. Wahrscheinlich wegen Unfall. Aber der Kölner Autobahnring ist ja eh ein Kapitel für sich. Und ob jetzt Anpfiff um zwei oder um drei, was macht das schon aus? Außer, daß wahrscheinlich einige Leute keine Lust gehabt zu haben schienen, denn mit knapp 800 Zuschauern war es doch schon recht trist im Südstadion. Leider. Die, die nicht da waren, haben dann aber doch was verpaßt.

Erstmal nämlich das Bambini (oder F-Jugend?) Spiel auf dem Nebenplatz hinter Stehplatz Mitte. Zwei äußerst engagierte Trainer, die ihre Schützlinge mit allerlei Anweisungen bombardierten. Dabei wollten die Kiddies doch sicher einfach nur spielen. Während ihre Übungsleiter sich für Klopp und Mourinho hielten. Erinnerte irgendwie an einen Sketch aus der Stunksitzung vor mindestens zehn Jahren, wo die internationale Zusammensetzung von Jungendmannschaften auf die Schippe genommen wurde. (Finde leider kein Video).

Naja, gut, daß Spiel ging jedenfalls, wenn ich das richtig gesehen habe, gut für Fortuna zu Ende (jedenfalls waren die Jungs drückend überlegen). Die Großen durften das gerne nachmachen.

Versuchten sie vom Anpfiff weg dann auch, allerdings liefen sie beim ersten Auftauchen der Gäste gleich ins offene Messer. 0:1, kalte Dusche. Aber Bombenreaktion. Gleich vom Wiederanpfiff weg der Ausgleich und dann durch ein Eigentor wenig später – nachdem Verl einen Treffer nicht anerkannt bekommen hatte – die Führung durch ein Eigentor. Man ist jetzt versucht zu sagen, es lief. Das war allerdings nicht so wirklich der Fall. Die sonst egentlich sehr sichere Defensive wackelte ein ums andere Mal gegen eigentlich nicht wirklich gefährliche Gäste.

Gut, daß in der zweiten Halbzeit Edeljoker Ercan Aydogmus kam und nach einer Traumkombination über links (da stand er gerade mal eine knappe Minute auf dem Platz) die Führung ausbaute. Ein wenig später machte dann Ozan Yilmaz, wieder nach einer sehenswerten Kombination über links, bei der Kessel ein unglaublich gutes Auge und fabulöse Übersicht bewies, den Sack zu.

4:1 war sicher etwas zu hoch und bei weitem nicht so souverän, wie es sich im Nachhinein liest. Aber ich will nicht meckern, wenigstens wurde überhaupt gespielt. Und der Punktverlust des Vereins von der Schäl Sick versüßt das Ganze dann doch auch nochmal um einiges.

Die Presse sah das ähnlich. Bei FuPa.net geht’s allerdings erstmal um Geburtstagsständchen. Außerdem gibt Koschinat zurecht den Bedenkenträger. Der Express hörte einen Weckruf. Die Springerpresse sieht die Fortuna auf Lottes Fersen.

Außerdem noch ein nettes, kurzes Portrait von Aydogmus im Express und ein Interview mit ihm im Stadtanzeiger.

Mannschaftsaufstellung:
Poggenborg – Kwame, Laux, Flottmann, Sievers —Hörnig, Andersen (ab 60. Minute Zinke), Kessel, Batarilo (ab 53. Minute Aydogmus), Yilmaz (ab 73. Minute Kialka) — Kraus

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