Wiedersehn macht Freude (Fortuna Köln – Energie Cottbus 3:0)

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Allerbestes Fußballwetter zum Gastspiel des FC Energie Cottbus in der Südstadt. Und die Rückkehr eines guten alten Bekannten.

Cottbus kam mit der Empfehlung eines ungeschlagenen Auswärtsteams (3 Siege, 3 Unentschieden) nach Köln, insofern versprach das schon ein etwas anderes Spiel zu werden als gegen Rostock oder Unterhaching. Und Rostock kam mit einem ehemaligen Fortunen in Startaufstellung. Cedric Mimbala hat zwischen 2007 und 2009 in der Abwehr die Knochen hingehalten und war immer einer der Publikumslieblinge, als in dunkler Vergangenheit die Verbandsliga bespielt wurde. er war darüber hinaus für den Führungstreffer im Aufstiegsendspiel gegen den VfL Leverkusen 2008. Damals, im Sportpark Höhenberg.


(Das ist, wohlgemerkt, zu dem Zeitpunkt die fünfthöchste Spielklasse gewesen. Und dann ca. 7.000 Zuschauer)

Schön, daß er angemessen (mit Applaus) begrüßt wurde. Seine Sache machte er dann gewohnt gut, immer mit dem einen oder anderen Bolzen dabei, aber immer mit großem Einsatz und viel Herz. Schön, daß er in Cottbus sein Glück gefunden hat.

Fortuna selbst wirkte viel entschlossener und strukturierter als noch zuletzt. Da war richtig Zug drin und das führte dann zu einigen netten Chancen. Die dickste kam allerdings durch einen Abwehrfehler zustande, als der letzte Cottbuser (nicht Mimbala) einen langen ball unterlief und Johannes Rahn das roch, durchstartete und eiskalt abschloß.

Überhaupt, Rahn. Bringt mich ein um das andere Mal völlig zur Verzweiflung mit seiner pomadigen Art, nur um dann im nächsten Moment ein Weltklassezuspiel zu bringen. Oder einen überragenden Ballgewinn. Oder eine spielerisch herrlich gelöste Situation. Heute auch wieder zu besichtigen. Viel Licht, aber auch einiges an Schatten.

Die Mannschaft ließ sich davon anstecken und spielte, wie gesagt, zügig nach vorne und hätte gegen sehr harmlose Gäste zur Halbzeit sicher deutlicher als nur mit einem Tor führen können.

Die zweite Halbzeit war dann wesentlich wackeliger, aber Cotbus konnte aus seinen Chancen, die meistens durch scharfe Flanken zustande kamen, überhaupt nichts machen. Und das ist eine Mannschaft, bei der Torsten Mattuschka und Uwe Möhrle von beginn an auf dem Feld standen.

Fortuna machte den Sack dann in der zweiten Halbzeit zu. Ein Freistoß und ein Fernschuß. Beide Male wieder Rahn. Also quasi ein Hattrick. Und der Fernschuß hatte was von Tor des Monats. Alles in allem also ein völlig verdienter Heimsieg.

Und sonst? Vor dem zahlreichen Cottbuser Anhang ziehe ich ob der Entfernung den Hut, so eine Fahrt muß man erstmal auf sich nehmen. Die Fußballhipster hinter mir waren auch wieder da und dilletierten mit diversen völlig falschen Aussagen zum Spiel. Schlimm, aber denen ist auch nicht mehr zu helfen. Aber sie haben auch Eintritt bezahlt (wie über 1.900 andere auch), insofern dürfen sie sich durch ihren Quatsch gerne blamieren.

Nächste Woche dann Familienfest mit Schirmherr Ralf Richter. „Packen wir einen von euch in unser’m Revier … musser Abjacken.“ Passt.

Mannschaftsaufstellung:
Poggenborg – Fink, Hörnig, Ueffaro, Engelman – Pazurek – Kessel, Dahmani (ab 65. Minute Bisanovic), Rahn (ab 86. Zinke), Oliveira Souza (ab 78. Minute Aydogmus) – Kraus

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