Muss irgendwie (Fortuna Köln – VfR Aalen 1:1)

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Ich gebe zu, ich hatte seit irgendwann letzten Herbst so etwas wie eine Schreibblockade. Nicht zwingend auf kreativer Basis, weil mir Ideen ausgegangen waren. Auch nicht, weil es nichts zu schreiben gegeben hätte. Iwo, da gab es genug und im Nachhinein ärgert es mich auch ein wenig, dass ich an manchen Tagen nicht in Tasten gehauen habe. Es ärgert mich auf der anderen Seite auch irgendwie nicht, denn manchmal ist es einfach auch ganz gut, wenn man einfach mal die Fresse hält.

Um es abzukürzen, es war sicherlich auch ein wenig Ehrfurcht, Verwunderung und Ungläubigkeit dabei, die mich zum Schweigen gebracht hat. Dass ein Mannschaft in einer neuen Spielklasse so – zeitweise – problemlos mithalten kann, hatte ich nicht erwartet. Das sie menschlich wird, weil sie ihre Vaterfigur verlor, machte die Saison nur noch spezieller. Und so wird mir aus der Spielzeit 2014/15 auch keine Partie im Südstadion in Erinnerung bleiben, sondern die Trauerfeier in der Lutherkirche, in der an den Menschen Klaus Ulonska erinnert wurde.

Die Vorfreude auf das, was nun kommt, hielt sich in Grenzen. Die Dauerkarte habe ich mir eher aus Routine gekauft. Die Begeisterung auf das Neue ist dem Alltag gewichen. Vielleicht hat der abenteuerliche Ritt der letzten Jahre auch einfach nur ein wenig an den Reserven gezehrt. Jedenfalls muss ich mich wesentlich stärker motivieren ins Stadion zu gehen, als das in der jüngeren Vergangenheit der Fall gewesen sein mag.

Das ist aber alles nicht schlimm, denn ein Fußballspiel anzuschauen ist ja nach wie vor eine amüsante und spaßige Angelegenheit. Insbesondere im Südstadion. In dem sich sichtbar einiges tut. Zum Beispiel mit Sitzplätzen in der Gästekurve. Oder diesem neuen VIP-Zelt da hinten und den dazugehörigen blauen Sitzschalen. Oder einem neuen Maskottchen, dass die Zuschauer bespaßen darf (Disclaimer: ich liebe Maskottchen, es kann gar nicht genug von Ihnen geben!). Aber auch mit einem frisch verlegten Rasen, der irgendwie einen professionelleren Eindruck macht, als der, der in der letzten Saison da rumlag. Ob das alles an der Heinzung liegt, auf der er nun ruhen darf?

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Was sich wenig geändert hat, ist die Spielweise der Heimmannschaft. Und es ist ja auch nach wie vor völlig gerechtfertigt, dass ein Verein versucht das Maximum aus seinen Möglichkeiten herauszuholen. Im Fall der Fortuna bedeutet das Kraft und Willen mit gelegentlich aufblitzenden kreativen Momenten. Reicht für mich persönlich völlig. Das neue Personal fügt sich da auch hervorragend ein. So ein Tor wie das von Marco Königs hätte Ercan Aydogmus in der letzten Saison sicher auch gut zu Gesicht gestanden. Kraftvoll und entschlossen.

Was auch gleich gelieben ist (zum Glück!) ist die Erwartungshaltung des Anhangs. Sicher, gegen Aalen darf man, gerade, wenn man die zweite Hälfte zu Grunde legt, etwas mehr erwarten als ein Unentschieden. Aber wer Fehler macht, muss eben auch damit rechnen, irgendwann dafür bestraft zu werden, nicht wahr, Herr Hörnig? Kommt vor, machste beim nächsten Mal wieder besser.

Nein, es bleibt alles neu und irgendwie vertraut und das gefällt mir so. Denn sonst würde ich ja nicht hingehen. Und ein Unentschieden gegen einen Zweitligaabsteiger muss man auch erstmal holen, vor allem, wenn die halbe Verteidigung gelb-rot gesperrt ist.

Und irgendwann, vielleicht, wenn ich mal wieder ein bißchen mehr Zeit habe, schreibe ich vielleicht auch wieder mehr über das, was auf dem Rasen passiert. Und daneben. Und überhaupt so. Vielleicht. Mal sehen.

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