Auswärtsspiel: Auf Feindfahrt (DFB-Pokal, 1.Runde: Viktoria Köln – FC Union Berlin 2:1)

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Ich muss nicht zwingend nach Höhenberg fahren, wenn die Fortuna dort kein Auswärtsspiel hat. Aber für gute Freunde mache ich gerne eine Ausnahme. Und in den Union-Block wollte ich mich eh immer mal gestellt haben.

Ein guter Freund hatte angeboten Karten für das Pokalspiel zwischen der Viktoria und Union Berlin zu besorgen. Nimmt man mit, schließlich ist ja spielfrei in der Südstadt. Und die Aussicht auf eine Viktoria-Demütigung hat ja auch was. Das es dann nicht dazu gekommen ist liegt zwar auch an der sicherlich aufopferungsvolle Leistung der Gastgeber, aber wahrscheinlich noch mehr an der Inkompetenz der Gäste aus der Hauptstadt. Einen solch pomadigen Auftritt sieht man selten. Das Aus ging völlig in Ordnung.

Was bleib ansonsten noch hängen? Wieder einmal die Gewissheit, dass das, was einige Leute als „Fankultur“ feiern, nicht wirklich meins ist. Weder der monotone Dauergesang verbunden mit dem Anschreien durch irgendwelche Vorsänger, die meinen, wer am lautesten brüllt, gewinnt auch das Spiel. Noch die Vernebelung des eigenen Blocks durch Rauchbomben, die den Blick auf einen Elfmeter kurz nach der Halbzeit vollständig verhüllten.

Die Texte der Lieder hingegen, so viel sei zugestanden, waren sehr interessant. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber ein- oder zweimal meinte ich doch die Geschichte Union Berlins als Widerstandsclub in der DDR zwischen den Zeilen erkennen zu können. So etwas ist einzigartig und dann auch wieder irgendwie toll.

Unschön allerdings, dass der Schiedrichter als „Schwuchtel“ tituliert wird und ohne Widerspruch Spieler als „Neger“ angesprochen werden dürfen. Nicht, dass es in einem anderen Fanblock (ausgenommen vielleicht St. Pauli) anders zu gehen würde, aber enttäuschend ist es allemal.

Viktoria, dessen Mannschaft wie immer auch nicht aus Sympathen bestand, darf jetzt in der nächsten Runde gegen Leverkusen ran. Das muss ich mir dann wirklich nicht mehr antun.

Wie se seh'n, seh'n se nix...

Wie se seh’n, seh’n se nix…

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