Sitzen (Fortuna Köln – FC Energie Cottbus 3:0)

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Die meiste Zeit gehe ich eigentlich immer alleine ins Stadion. Ich mag das. Man ist weniger abgelenkt und kann sich auf das Spiel konzentrieren. Man bekommt mehr von dem mit, was auf dem Platz passiert. Manchmal begleitet mich mein Vater, aber die meisten Spiele schaue ich mir alleine an.

Am Freitag hatte ich Begleitung. Der japanische Ptcher der Cologne Cardinals – das ist der lokale Baseball Bundesligaerstligist – hatte mich gefragt, ob er sich ein Spiel der Fortuna mal ansehen können. Im Idealfall mit mir zusammen. Kann er natürlich. Schließlich bot mir das auch endlich mal die Gelegenheit die Freikarten aus der Premiummitgliedschaft auszuprobieren. Das habe ich bin zum heutigen Tag tatsächlich nicht gemacht. Umso erfreulicher, dass in der Geschäftststelle völlig unkompliziert die Stehplatzkarten in Sitzplatzkarten umgetauscht werden konnten. Gegen einen kleinen Aufpreis. Hat mir sehr gut gefallen.

Entsprechend interessant war die Perspektive, denn seitdem die Stehplätze wieder geöffnet wurden, habe ich, glaube ich, nicht mehr auf der Tribüne gesessen. Die Stimmung hat sich nicht wirklich verändert. Und es wirkt tatsächlich lauter, als es auf der anderen Seite ankommt. Den Gästeblock hört man jedenfalls schlechter.

Und wo werden schon die Spendenballträger mit eigenen Liedern gefeiert, so wie der gute Cornel Wachter, der extra seine Jupp Derwall-Gedächtnishose angezogen hatte.

Das Spiel an sich tut dann natürlich sein übriges dazu bei. Eigentlich ein klassischer Fortuna-Abend. Ein glückliches Tor nach Fehlern des Gegners durch Biada, dann einige brenzlige Situationen, die von Poggenborg teilweise wirklich erstklassig (give credit when it’s due) entschärft wurden, nur um dann in der zweiten Halbzeit gegen einen nach dem zweiten Gegentreffer durch Hörnig etwas demoralisierten Gast mit einem wunderschönen Solo von Andersen den Deckel zuzumachen. Das war nichts drückend überlegenes, aber eben das typische Kampfspiel mit dem nötiigen, körperlichen Einsatz, der die Mannschaft auszeichnet. Manchmal etwas unbeholfen und ungeschickt, aber immer mit Herz.

(Ein Wort noch zum Schiedsrichter, denn der war tatsächlich etwas schräg. Ich bin ja eigentlich gewohnt, dass im Südstadion ständig für den Gast gepfiffen wird, aber dieser Unparteiische schien alle Fehlentscheidungen wieder gut machen zu wollen. So viel Blödsinn für die Heimmannschaft habe ich selten erlebt.)

Ich war sehr zufrieden. Sollte man auch sein, nach dem ersten Heimsieg der Saison. Da schaut man auch mal über das aufdringliche Maskottchen hinweg, dass sich scheinbar gerne an den Mützen der Sitzplatzbesucher vergreift.

Meinen Gästen hat der Stadionbesuch jedenfall sehr gut gefallen und sie wollen gerne wieder kommen. Ich habe mich zwar nicht so sehr auf das Spiel konzentrieren können, wie ich das sonst immer mache. Aber dafür habe ich mich nett unterhalten. Das macht den Abend dann doch noch perfekter.

Und ein Video hat der liebe Pitcher mir auch noch überlassen.

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