Überstunden (Fortuna Köln – 1.FC Magdeburg 2:1)

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Für solche Spiele sind Freitagabende gemacht. Sportreporter würden die Partie im Nachgang sicherlich als „packend“ bezeichnen. Und das ist vermutlich noch untertrieben.

Ich kann mich an Freitagabendspiele durchaus gewöhnen. Vor allem, weil man danach das ganze Wochenende mehr oder weniger streßfrei vor sich hat. Sind sie erfolgreich, sind die freien Tage umso angenehmer.

Fortuna hat sich nach schwachem Saisonstart gefangen, die feststellung sei erlaubt. Eine beeindruckende Leistung gegen einen gleichwertigen Gegner. Glücklich, aber verdient. Der Ärger über das pomadige Zweikampfverhalten von Tobias Fink verflog aufgrund der beiden Elfmeter schnell. Ich mag die Art von Michael Kessel sich im Strafraum quasi auf Schlittschuhen zu bewegen nicht wirklich. Er bewegt sich da häufiger an der Grenze zur Unsportlichkeit. Aber diese beiden Dinger sahen deutlich aus. Sicherlich der Tatsache geschuldet, dass Magdeburg zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Zahnfleisch verteidigen musste, weil Christopher Handke sich bei einem Zusammenprall mit einem Mitspieler verletzt hatte.

Überhaupt, ein Spiel mit so vielen Verletzungspausen habe ich auch eher selten gesehen. Handke war Opfer von „friendly fire“, sein Teamkollege Christopher Handke hingegen wurde von Johannes Rahn sehr ungeschickt angegangen. Da scheinen einige Bänder und Knochen durch zu sein. Den sehr aufmunternden und lang anhaltenden Applaus aller Zuschauer bekam er zurecht. Und Poggenborg musste dann noch in der zweiten Halbzeit raus. Tim Boss hätte sich sicher ein anderes Debut gewünscht.

Unter dem Strich bleibt, wie gesagt, ein verdienter Sieg, gegen einen unangenehmen, aber doch ein wenig limitierten Gegner.

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In Erinnerung bleiben noch andere Sachen. Zum Beispiel das unglaublich dämliche Foul von Julius Biada in der ersten Halbzeit, wofür er völlig zurecht die gelbe Karte sah. Und damit noch gut bedient war. Dem Gegenspieler mehrere Dutzend Meter zerrend, tretend und klammernd hinterherzulaufen, ist einfach nur dumm.

In Erinnerung bleibt aber auch der dumme Ausraster des Magdeburger Pulido gegen einen etwas tranigen Balljungen. Wurde im Anschluß berechtigterweise bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Entschuldigte sich aber bei der nächsten Begegnung mit dem frechen Kerl.

Kristoffer Andersen. Wo fängt man da an? Ü-ber-ragend!

Dennis Engelmans gelb-rote Karte ist insofern auch noch eine Erwähnung wert, weil sein Trainer in der Pressekonferenz nach dem Spiel eben diese Szene lobte. hört man auch nicht alle Tage.

Die Mülltonn‘ war auch wieder jot drupp. Wer kommt sonst mit solchen Hämmern wie „Zwei Lars Bender! Es gibt nur zwei Lars Bender!“ (bei der Einwechslung des Besungenen) oder „Alle sind se da, alle sind se da, außer Erich Honecker“ um die Ecke.

Und zu guter letzt die unzähligen, und durchaus berechtigten Nachspielminuten, die sich eine Ewigkeit hinzogen. So was hat man selten. Aber sehr konsequent vom Schiedsrichter.

Zusammenfassend ein typischer Fortuna-Abend. Nicht im schön, aber mit viel Herz, Einsatz und Biss. Immer am Rande der Legalität, aber niemals unfair. Eben sportlicher Wettkampf. Mit Marco Königs als Posterboy. Nach dem Abpfiff auf dem rasen zusammensinkend vor Erschöpfung. Gute Erholung!

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